26. März 2009
Sex in japanischen Parks: Zuschauer gibt es immer
Untitled, aus der Serie „The Park“, © Kohei Yoshiyuki
Dem Thema Fotografie kommt in diesem Blog zwar keinen großen Stellenwert zu, doch hin und wieder gibt es den Anlass, auf vorzügliche Arbeiten hinzuweisen und diese vorzustellen. Dazu gehört auch definitiv die Serie „The Park“ des japanischen Künstlers Kohei Yoshiyuki, für die er in den Parks Tokios nächtliche Liebesspiele sowie die umgebene Kulisse aufgenommen hat. Denn für die intimen Begegnungen japanischer Paare hatte nicht nur der Künstler ein Interesse, seine Bilder widmet er vor allen Dingen jenen, die bei diesen Szenen ihren voyeuristischen Trieben nachgehen oder gar selbst Teil des Geschehen werden wollen.
Mit „The Park“ war Yoshiyuki in etlichen Galerien dieser Welt zu Gast, ab Freitag beehrt er auch das Berliner Publikum.
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24. März 2009
"Untitled Sound Objects" von Pe Lang und Zimoun
„Untitled Sound Objects“, © Pe Lang und Zimoun
Klangkunst – oder Neudeutsch: Sound Art – gehört schon länger zum festen Repertoire der Gegenwartskultur. Was mit Kurt Schwitters‘ dadaistischer Ursonate einen großen Höhepunkt erlebte, wurde auch in den folgenden Jahrzehnten von einer Vielzahl von Akteuren in all ihren Facetten erforscht und neu definiert. Zu ihnen gehört zweifelsohne auch das Künstlerduo Pe Lang und Zimoun, die nun schon seit fünf Jahren ihre Serie „Untitled Sound Objects“ Stück um Stück ergänzen.
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22. März 2009
Edith Derdyks Arbeiten aus Garn und Heftklammern
„Entre ser um e ser mil“, © Edith Derdyk
Die brasilianische Künstlerin Edith Derdyk kann man am besten bei der Arbeit beobachten, wenn man sie in den Galerien überrascht, in denen sie ihre Werke ausstellt. Denn für ihre Arbeiten braucht sie einiges an Vorbereitungszeit, zwei Wochen sind keine Seltenheit. Für den Beobachter erscheint das dann häufig als minutiöse Detailarbeit, kein Wunder, denn Derdyks Installationen bestehen nicht selten aus kilometerlangem Garn und Tausenden von Heftklammern. Was sie daraus entstehen lässt, ist die langwierige Arbeit aber definitiv wert.
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20. März 2009
Musikalische Empfehlungen für die kommenden Tage
frei nach Quelle eins und zwei
Berlin erwacht so langsam aus dem Winterschlaf und mit dem Frühling erblüht auch das Abend– und Nachtleben in der Spreemetropole. Da ich diese Zeilen schreibe, dringen warme Sonnenstrahlen durch mein Fenster und so will ich mich auch möglichst kurz halten. Denn dieses Wochenende verspricht eines der Sorte zu werden, an denen man ob der großen Veranstaltungsflut die Qual der Wahl haben wird. Eine kleine, aber feine Auswahl will ich dennoch vorstellen.
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18. März 2009
30 Künstler von Rang und Namen stellen aus
Galerieansicht aus „Nix Krise“, © just.ekosystem.org
Der Superplan ist schon länger ein Geheimtip, wenn es um urbane Kunst im Raum Berlin geht. Was zunächst nach dem nächsten genialen Vorhaben eines x-beliebigen StreetArtists klingen mag, ist anderen als Galerie und Atelier im Herzen Friedrichshains bekannt, wo man gern auch öfter einkehrt.
September vergangenen Jahres war es still um die Ausstellungsräume in der Gärtnerstraße geworden, doch letzten Freitag öffnete der Superplan wieder seine Pforten und war gleich mit einem Highlight zurück: Die Ausstellung „Nix Krise“, die Arbeiten dreißig namhafter StreetArtists versammelt, zeigt unmissverständlich, dass die Wirtschaftskrise der UrbanArt-Szene nichts anhaben konnte. Offensichtlich eine Veranstaltung, auf die man eine Auge werfen sollte.
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16. März 2009
Der umtriebige Künstler plaudert aus dem Nähkästchen
Bei der Arbeit an „Western Conference“, © Zach Johnsen
Hey, English speaking reader! I translated this article for you –
the English version is only a click ahead*!
Ich hatte ja bereits Ende Februar über Zach Johnsens Installation „The Hyper Stumps“ geschrieben, die insofern auffiel, als dass man zuvor von ihm nur Zeichnungen kannte. Allerdings musste ich feststellen, dass das Internet noch nicht so recht darauf aufmerksam wurde, denn es ließ sich kein Statement des Künstlers zu seinem Werk finden.
Grund genug, Zach zu einem Interview zu bitten, in dem er nicht nur über sich und seine Kunst im Allgemeinen, sondern auch über „The Hyper Stumps“ und seine Liebe zur Natur spricht. Wer statt dem Interview im englischen Original lieber die Übersetzung lesen möchte, der fahre fort.
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14. März 2009
Typographie mit 144 schwebenden Kugeln
(Titel unbekannt), © Agentur Serviceplan
Heute eröffnen die Hamburger Deichtorhallen ihre Pforten für die Ausstellung „VisualLeader“, wo im Vorfeld der sechsten Auflage der LeadAwards die Nominierten vorgestellt werden. Es gilt wieder einmal, die Besten aus allen Bereichen der Print– und Onlinemedien zu finden, und auch dieses Mal kann der interessierte Besucher sich selbst ein Bild davon machen, wer die aussichtsreichsten Anwärter auf die begehrten Trophäen sein dürften.
Gleich in der Eingangshalle wird man mit einer eindrucksvollen Installation der Hamburger Werbeagentur Serviceplan begrüßt, die zunächst wie ein großer Haufen von Plastikbällen ausschaut, der sich aber je nach Blickwinkel des Betrachters zu den Worten „Pro“ oder „Contra“ verformt.
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12. März 2009
Zwei neue Serien zum Thema Krieg veröffentlicht
„Nil Nil #03″, © Shadi Ghadirian
Da ist die islam-kritische Ausstellung „Unveiled: New Art from the Middle East“ noch nicht einmal zu Ende, schon machen die nächsten Arbeiten der dort gefeierten Künstlerin Shadi Ghadirian die Runde. Letzten Monat hatte ich ja bereits über ihre Serie „Like every day“ geschrieben, doch ging es da noch um die Rolle der Frau in der islamischen Welt, wird Ghadirian nun mit ihren beiden neusten Serien „Nil Nil“ und „White Square“ direkter und spricht offen und wirkungsvoll das Thema Krieg an.
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10. März 2009
10 mal Himmlisches und Unterirdisches
(Original via)
Es ist gemeinhin bekannt, dass die Grenzen zwischen Kunst und Schund bisweilen nicht nur fließend sein können, sondern sich auch gelegentlich aufzulösen scheinen. Dass die Werke von Michelangelo, Caravaggio, van Gogh oder Cézanne als Kunst anzusehen sind, wird keiner bestreiten. Aber mal ehrlich: Wer hatte bei seiner ersten Konfrontation mit einem Bild von Miró oder Mondrian als ersten Gedanken, was für ein einzigartiges Meisterwerk er da vor sich habe? (Ich muss gestehen, ich habe im Kindergarten mal ein Mondrian-ähnliches Bild gemalt, weil „das die Großen damals toll fanden“. Mit Kunstverständnis hatte das natürlich kaum zu tun…)
Aber mit allem Ernst: Künstler machen es dem Laien oftmals nicht einfach und andererseits würde man wohl so manchen Firlefanz für die letzte Neuerwerbung des MoMa oder eines x-beliebigen anderen hippen Museums halten. Was manche Galerien ausstellen, könnte dem allgemeinen Laienverständnis nach auch der letzten Malstunde entstammen, und letztlich könnte man glauben, Kunst sei, was an einer weißen Wand hängt.
Und da bist du gefragt: 10 Bilder wollen von dir beurteilt werden – Kunst oder Schund? Durch kreative Expertise oder doch nur mit Paint, Photoshop oder Filzstift und Papier geschaffen? Aber wie schon gesagt, die Grenzen sind fließend…
In einer Woche gibt’s an dieser Stelle die Auflösung und der Beste bekommt… ach keine Ahnung… ein von mir selbst gemaltes Mondrian-oder-auch-nicht-Mondrian-Bild.
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