Entstellte Schönheiten

Subtile Kunst von Berlinde de Bruyckere

Berlinde de Bruyckere: Lost„Lost“, © Berlinde de Bruyckere

Die häufig bizarr und befremdlich anmutenden Skulpturen und Installationen der Belgierin Berlinde de Bruyckere erschließen sich selten auf den ersten Blick. War sie Anfang der 90er Jahre v.a. noch für ihre in Wolldecken eingehüllten Figuren bekannt, die gleichsam Geborgenheit und Ersticken zum Ausdruck brachten; so konzentrierte sie sich die letzten Jahre auf ihre oftmals kopflosen menschlichen oder Pferde-Skulpturen. Was beim ersten Anblick entstellt erscheinen mag, offenbart beim näheren Betrachten jene klassischen Themen, die seit jeher künstlerisches Schaffen antreiben.

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Kunst von Miguel Palma

Ein Blick auf zwei seiner Werke

Miguel Palma: Clarity„Clarity“, © Miguel Palma

Heute bin ich über das rund 80seitige Portfolio eines portugiesischen Künstlers gestolpert, der in seiner langjährigen Schaffenszeit eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Installationen erdacht hat; die Rede ist von Miguel Palma. Durch seinen Hang zur Technik und dem durchgängigen Spiel mit den Erwartungen und Vorstellungen des Betrachters zeichnen sich die meisten seiner Arbeiten aus, doch eine Einschätzung seines Gesamtwerks gestaltet sich sehr schwierig. Zwei Installationen von Miguel Palma haben es mir dabei besonders angetan.

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Eine Glosse auf den Internetmonopolisten

Filippo Minelli:Google Landscapes„Google Landscapes“, © Filippo Minelli

Manchmal kann man bei der Recherche einen echten Gassenhauer entdecken: Schon mal nach „Internetmonopolist“ gegoogelt? Irgendwie eigenartig: Google liefert auf diese Anfrage vor allen Dingen Seiten, die die Suchmaschine selbst mit diesem Titel versehen. Ein bezeichnendes Ergebnis, denn wenn man sich einmal umschaut, wird man schnell erkennen, dass die kalifornische Firma das Web in bedenklichem Umfange dominiert. Das hat auch StreetArtist Filippo Minelli erkannt und den Monopolisten gekonnt karikiert.

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„Tantalum Memorial“ in Aktion

Interview mit einem der Künstler

Ausschnitt aus dem Video (s.u.), © tagr.tv

Nun ist die transmediale.09 schon etwas mehr als drei Wochen vorbei, der zugehörige Award an das Künstlertrio hinter „Tantalum Memorial“ verliehen und der passende Artikel auch schon längst veröffentlicht. Ein Video, das die Installation in Aktion zeigt, konnte ich damals leider nicht finden, aber zumindest versprach ich, euch bei Neuigkeiten auf dem Laufen zu halten.
Jetzt habe ich mich noch einmal auf die Suche nach entsprechendem Bildmaterial gemacht – und wurde fündig. Nicht irgendein viel zu kurzes und unkommentiertes Video von der überaus interessanten Installation habe ich aufspüren können, sondern glücklicherweise eines, in dem einer der drei Künstler, Graham Harwood, das Werk auch gleich erklärt.

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Zach Johnsen goes installation art

Der weltbekannte Illustrator erobert neues Terrain

„The Hyper Stumps“, © Zach Johnsen

Bisher war Zach Johnsen für seine einzigartigen Illustrationen bekannt, und das rund um den Globus. Erst kürzlich präsentierte er seine neuste Serie und gleichnamige Ausstellung „Acid in the ice cream“ und fand dafür in den Kunstblogs und –magazinen jede Menge Begeisterung. Doch Zach Johnsen kann auch anders: Mit „The Hyper Stumps“ hat er sich erstmals an einer Installation versucht – die nicht minder sehenswert ist.

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Tape Modern #08

Diesmal unter dem Motto "Outside"

Flyer der Tape Modern #08, via

Manch einer lässt Freitagabende am liebsten mit dem Besuch einer guten Ausstellung und anschließender Party zu elektronischer Tanzmusik ausklingen. In Berlin kein Problem, denn dafür gibt es ja die Veranstaltungsreihe „Tape Modern“ im Tape Club, die in einer ausgedienten Lagerhalle in bester Lage zum Hauptbahnhof und in Nachbarschaft zum Hamburger Bahnhof liegt. Das Konzept hat sich bewährt: Diesen Freitag findet bereits die achte Tape Modern, diesmal unter dem Motto „Outside“, statt.

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Installationen von Edith Dekyndt

Kunst zwischen Minimalismus und Zynismus

Edith Dekyndt: Ground Control„Ground Control“, © Edith Dekyndt

Ihre Arbeiten waren auf der Brüsseler Biennale, dem aufstrebenden Stern der europäischen Kunstszene, in New York und mittlerweile auch zwei Mal in Berlin zu sehen: Die Rede ist von Edith Dekyndt, einer Belgierin, die vorrangig auf dem Bereich der Videoinstallation tätig ist. Hin und wieder jedoch versucht sie sich auch an Installationen im klassischen Sinne und das, was dabei herauskommt, ist durchaus sehenswert.

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Warum der „Ecofont“ gar nicht öko ist

Großer Käse: Löcher in den Buchstaben

Ecofont LogoLogo des Ecofont, © Ecofont

Derzeit bahnt sich ein Hype in der deutsch– und englischsprachigen Blogosphäre an: Der sog. Ecofont erfährt Begeisterung und Unterstützung von vielen Seiten, wird dabei stets als umweltfreundliche, weil tonerschonende Alternative zu den üblichen Schriften gepriesen. Durchlöcherte Buchstaben sollen nach Angaben des Entwicklers bis zu 20% Farbe einsparen und dadurch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Dabei zeigt sich schnell, dass das so nicht stimmen kann.

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Streetart für daheim

Free Art Show in Hamburg

Flyer der „Free Art Show“, © Infoladen Wilhelmsburg

StreetArt richtet sich ja traditionell an ein breites Publikum, seltener an einzelne Personen. So hat es auch den Berliner StreetArtist Nomad anfangs verärgert, wenn seine Werke innerhalb kürzester Zeit vom Fleck weg abmontiert wurden, um das ein oder andere Wohnzimmer zu schmücken. Ich muss gestehen, ich fühle mich auch hin und wieder versucht, mir etwas einzupacken, aber zum Glück gibt es hin und wieder die Möglichkeit, dieses Problem finanziell zu lösen (exemplarisch sei kindermassive genannt).

Eine weitere Möglichkeit bietet die Free Art Show im Hamburger Infoladen Wilhelmsburg: Noch bis zum 27. Februar kann jedermann seine Werke einschicken; ob groß oder klein, Aufkleber oder Stencil, Papier oder Styropor – alles wird vom 28. Februar bis 14. März ausgestellt. Gerade für Neulinge auf dem Gebiet ist die Ausstellung eine gute Gelegenheit, ihre Werke dem Publikum zu zeigen und damit auf sich aufmerksam zu machen. Zudem wird von jeder Einsendung ein Foto bei flickr hochgeladen.
Der große Kracher: Ab dem 7. März kann jeder Besucher die schönsten Stücke unentgeltlich mit nach Hause nehmen.

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Ein Wald aus Klebeband

Einzelausstellung von Monika Grzymala

Monika Grzymala: Transition„Transition“, © Monika Grzymala

Die gebürtige Polin und Wahlberlinerin Monika Grzymala gehört m.E. zu den hierzulande viel zu wenig beachteten Künstlern und Künstlerinnen. Und das, obwohl sich ihre eindrucksvollen Rauminstallationen und Farbfeuerwerke durchaus sehen lassen können. Der Londoner Drawing Room hat ihre Klasse erkannt und stellt Grzymalas Arbeiten vom 19. Februar bis 5. April aus.

Für die Einzelausstellung „Ruptures“ in der Londoner Galerie, die sich auf Zeichnungen und zeitgenössische Kunst spezialisiert hat, erstellte sie eine Installation aus mehreren Kilometern Klebeband. In verschiedenen Grautönen gehalten durchspannt es den Raum, vollführt hie und da eine unerwartete Wendung, findet sich an anderen Stellen in großen Haufen zusammen um dann in alle Richtungen auszustrahlen. Die Arbeit versteht sich als Allegorie auf das Großstadtleben der Weltmetropole London und soll dem Betrachter ungeahnte Einblicke in das Chaos, die Hektik und die Rasanz dieser Stadt geben.

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