Städtischer Pragmatismus

StreetArt von Harmen de Hoop

Harmen de Hoop: Replaced dustbin„Replaced dustbin“, © Harmen de Hoop

Bisher war es eher die Ausnahme: funktionale StreetArt, also Kunst im öffentlichen Raum, die nicht nur hübsch anzusehen ist und zum Denken anregt, sondern zudem dem Betrachter einen Handlungsspielraum offen lässt. Auch dreidimensionale Kunst ist bisweilen nur gelegentlich in den Metropolen anzutreffen, doch glücklicherweise gibt es Einzelpersonen, die sich dieser Sparte verschrieben haben. Einer von ihnen ist das niederländische Vielseitigkeitstalent Harmen de Hoop, dessen Installationen ihre Umgebung um oft unerwartete Funktionen ergänzen.

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Die Ästhetisierung des Krieges

Zwei Werke von Iñigo Manglano-Ovalle

Iñigo Manglano-Ovalle: Untitled (Bomb)„Untitled (Bomb)“, © Iñigo Manglano-Ovalle

Das Thema ist so alt wie die Menschheit selbst: Konflikt und Krieg. In mehr als 2000 Jahren christlicher Zeitrechnung gab es nicht einmal 100 Jahre ohne Schlachten und Kriege irgendwo in der Welt – zumindest die, von denen Wikipedia weiß. Kein Wunder also, dass das Kulturgut „Krieg“ ein wichtiges Thema des Kulturträgers „Kunst“ wurde und auch noch heute ist. Ich hatte bereits über die Fotografien Shadi Ghadirians geschrieben, die den Alltag des Krieges beleuchtet, und widme mich nun zwei Werken des Spaniers Iñigo Manglano-Ovalle; die gewissermaßen von „Kriegskunst“ erzählen – zwei Gründe, seiner Ausstellung in der Galerie Thomas Schulte noch bis 20. Juni einen Besuch abzustatten.

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Spread some love

Ein Herz für Blogs

Ein Herz für Blogs(via)

Als ich soeben (20:30 Uhr) von der Uni kam und nach diversen Mails auch einen Blick in den Blog warf, haute es mich fast um: Gestern erst ein Besucherrekord, heute wieder ein Wachstum um 26%. Das liegt aber v.a. an den besucherstarken Blogs, die auf Castor und Pollux verlinken.
Und da ich nach einem langen, ereignisreichen und von Harmonie und Nächstenliebe geprägten Tag in der Uni noch immer nicht genug habe und dieses Blog heute bereits schon mehrfach von den Blognachbarn* gelobt wurde (danke euch), will ich noch ein bisschen Liebe zurückgeben.

Wie du sicherlich schon mitbekommen hast, findet heute in der deutschen Blogosphäre ein großes Gruppengekuschel statt. Eigentlich wollte ich da nicht mitmachen, aber der Fakt, dass ich, während ich diesen Artikel schreibe, Dr. House vernachlässige, macht wohl klar, dass ich meine Meinung geändert habe. Im Folgenden will ich nicht nur jenen Blogs danken, über die viele Besucher dieses Blog finden, sondern auch ein paar ganz persönliche Empfehlungen geben – alle sind in jedem Fall einen längeren Besuch wert!

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Auszeit

Eine kleine Pause

Viele von euch haben es wahrscheinlich schon mitbekommen: In letzter Zeit stieg das Postingintervall von üblicherweise zwei Tagen auf sechs Tage an. Man kann auch sagen: Eine Artikelflaute hat sich eingestellt. Das hat zwei wichtige Gründe:

Das neue Semester hat angefangen und lässt seit dem ersten Tag nicht viel Freizeit und zudem befinde ich mich mitten im Umzugsstress, was mir letztendlich nur wenig Zeit zum Bloggen lässt.
Für gewöhnlich brauche ich für einen Artikel etwa vier Stunden incl. Recherche, Zeit, die ich nicht mehr so viel habe. Aus diesem Grund war es hier in letzter Zeit auch recht still. Das wird sich auch in den kommenden Tagen und Wochen nicht ändern, sobald ich jedoch in der neuen Wohnung einen Internetzugang habe, geht es hier wie gewohnt weiter.

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Kunst an den eigenen vier Wänden

My home is my castle

Hanging Art(dominomag.com)

Wenn man an Kunst in Privatbesitz denkt, hat man womöglich eher das Bild einer reichlich behangenen Villa im Grunewald bzw. in Bogenhausen vor dem inneren Auge, schließlich sind das die Orte, wo man teure Kunstwerke vermuten würde. Doch Kunst ist bekanntlich nicht automatisch das, was sich gut verkauft, sondern das, was inspiriert und anspricht. Und davon gibt es jede Menge zu entdecken und nicht zuletzt auch für das eigene Heim zu gewinnen.

Da ich derzeit mitten im Umzugsstress stecke, stellt sich auch für mich die Frage, wie ich die neue Wohnung mit preiswerten Werken verschönern kann. Dazu habe ich mich auf die Suche nach studentenfreundlichen Lösungen gemacht – und bin fündig geworden.

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München ehrt IKEA-Design

Ausstellung in der Neuen Sammlung

Gießkannen PS VallöGießkannen „PS Vallö“, Die Neue Sammlung

Kaum eine Marke hat die Wohn– und Schlafzimmer dieser Welt so nachhaltig geprägt wie das schwedische Traditionsunternehmen IKEA. Längst gehören Billy, Malm und Faktum zum grundlegenden Inventar einer jeden (studentischen) Wohnung und sind dort auch nicht mehr wegzudenken. Den mittlerweile seit sechzig Jahren erfolgreichen Produkten des schwedischen Möbelhauses widmet nun Die Neue Sammlung, weltweit eine der wichtigsten Instanzen in Sachen Design, eine eigene Ausstellung mit 150 Einzelstücken.

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Die interaktive Kunst des Jeppe Hein

Einladende Offerten - oder - Die Mär von der Autonomie

Jeppe Hein: Neon Wall„Neon Wall“, © Jeppe Hein

Zeitgenössische Kunst – Contemporary Art –, eine Popkultur oder eine Kultur auf dem Weg dorthin, welche sich auch von anderen ihrer Art in einem Punkt nicht unterscheidet: Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Manche verfolgen die Nachrichten um ihre künstlerischen Idole so intensiv, dass sie nicht mehr kritisch denken können (auch am 1. April nicht) und somit ihre Selbstbestimmung aufgeben. „Der Kult des Künstlers“: Ikonen werden geboren, Ikonen sterben gelegentlich auch.

Ein solcher Stern am Kunsthimmel ist auch Jeppe Hein. Im Unterschied zu Damien Hirst und anderen verzichtet er jedoch auf publikumswirksame Skandale und Provokationen und fesselt die Betrachter seiner Werke lieber mit aussagekräftigen Lehren über Selbst– und Fremdbestimmtheit.

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Damien Hirst im Hamburger Bahnhof

Erstmals umfassende Ausstellung geplant

Damien Hirst: For the love of god„For the love of god“, © Damien Hirst (via)

Es ist die Schlagzeile des Jahres, die Nachricht ist heiß und macht derzeit die große Runde: Der Hamburger Bahnhof stellt vermutlich diesen Herbst, aber noch dieses Jahr eine große Sammlung aus der gesamten Schaffenszeit des britischen Kultkünstlers Damien Hirst aus. Man habe die hervorragenden Kontakte zu Museen und Sammlungen in alle Welt genutzt, um eine bisher einzigartige Ausstellung auf die Beine zu stellen, die nicht nur die großen Höhepunkte im künstlerischen Leben Hirsts zeigen, sondern auch bisher unbekannte Werke aus seiner frühen Schaffensphase erstmals dem Publikum präsentieren wird.

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Alles ist erleuchtet

Die Lichter des Vincent Kohler

Vincent Kohler: Souche„Souche“, Vincent Kohler

Licht und der Einsatz desselben spielen in den meisten Kunstgenres eine bedeutsame Rolle: In der Architektur entscheidet es über Erfolg oder Misserfolg, Typographie ist die Kunst der Frei– und Zwischenräume und wer einmal einen echten Rembrandt bewundern durfte, wird bestätigen können, dass seine Werke nicht nur das Licht eingefangen zu scheinen haben, sondern auf eigenartige Weise auch jeden Raum zum Strahlen bringen können.
Dem Einsatz von Licht kommt aber nicht nur eine Nebenrolle, bestenfalls eine zweite Hauptrolle in der Kunst zu, viele Künstler machen es auch zum Mittelpunkt ihrer Werke. Einer von ihnen ist Vincent Kohler, der in seinen Installationen Licht und Rhythmik verbindet.

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StreetArt im Auftrag von adidas

Ein Blick auf die Werbestrategie des Firmengiganten

adidas-Stencil(via)

Guerilla-Marketing ist schon seit einigen Jahren in Mode, jede Marke, die etwas auf sich hält, muss auf den Zug aufspringen und ihre Produkte in einem vermeintlich hippen Licht darstellen. Zu den Big Playern im Geschäft gehört auch adidas. Das weltweit agierende Unternehmen aus dem beschaulichen Herzogenaurach platziert seine Werbung im Umfeld jener Zielgruppe, die „eine der lebendigsten und einflussreichsten Jugendkulturen“ darstelle; im Herzen der StreetArt-Gemeinde. Dass diese jedoch von den Bemühungen des Sportartikelherstellers nichts wissen will, ist in der Werbeabteilung des mittelfränkischen Unternehmens scheinbar noch nicht angekommen.

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