22. Mai 2013 von Matthias Planitzer,

Mit dem Experiment zur Erkenntnis

Eine Sache der Objektivität: Künstler nutzen wissenschaftliche Methoden
Kunst und Wissenschaft liegen gar nicht so weit auseinander. Diesen Eindruck gewann man jedenfalls, wenn man das Berliner Ausstellungsprogramm der vergangenen Wochen aufmerksam beobachtete. Unter all den Kronjuwelen, die die Teilnehmer des Gallery Weekends ausstellten, aber auch im Vorfeld fand man einige Beispiele, die wissenschaftliche Themen, Methoden und Prozesse künstlerisch aufarbeiteten. Insbesondere die Naturwissenschaften standen im Fokus der Künstler, die das Berliner Publikum in diesen Wochen auf einen Exkurs einluden, welcher oftmals in musealer Qualität vorgetragen

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Als Ólafur Elíasson vor sieben Jahren sechs Tonnen Eis aus dem Jökulsárlón, einem malerischen Gletschersee des isländischen Vatnajökuls, schöpfte und in das ferne Berlin verschiffte, da war dies vor allem ein konservatorischer Akt. Denn erst wenige Jahre zuvor, 2002, schmolz dem Dänen isländischer Herkunft das Eis unter den Händen und unter der Linse weg; "Melting Ice Series" dokumentierte in zwanzig Fotografien das Verschwinden des Jahrhunderte, teils Jahrtausende alten Gletschereises. Fünf Jahre später sollte dieses Malheur nicht mehr geschehen. Elíasson ergriff umfangreiche

Ihr seid nicht mehr allein.

Das Berliner Kunstpublikum überrannte vor wenigen Tagen zweierlei Großveranstaltungen: Richtig, einmal das Gallery Weekend, das – wenig überraschend – erneut seinen Dreh- und Angelpunkt im Kunstkalender behauptete; sowie in der Alten Münze die Präsentation des zweiten und weitaus größeren Teils der Arbeiten, die infolge des Aufrufs der Deutschen Bank KunstHalle eingereicht wurden. Während also das eine Publikum über die Hotspots der hohen Kunst flanierte, suchte das andere

Liveblog zum Gallery Weekend

Bereits zum neunten Mal läutet das Gallery Weekend den Berliner Kunstfrühling ein, wenn ab morgen 51 Galerien 51 mal Eröffnung feiern. 64 Künstler und Künstlerpaare werden präsentiert – insgesamt wieder eine ähnliches Ausmaß wie im Vorjahr, was will man mehr. Nachdem 2012 mehr als 10.000 Besucher allein online durch die Galerien zogen und eine wohl vielfach größere Menge sich durch die Ausstellungsräume schoben, darf man auch in diesem Jahr einen ähnlichen Besucheransturm erwarten. Doch genug der Statistik: Die teilnehmenden Galerien