17. September 2009
Le città invisibili
„Ersilia“, © Delavega, Ephemera, Lascarr
Der italienische Schriftsteller Italo Calvino veröffentlichte 1972 eines seiner schillerndsten Werke, „Le città invisibili“ – „Die unsichtbaren Städte“. Darin beschreibt Marco Polo seinem Gastgeber Kublai Khan in 55 Prosagedichten die 55 Städte, die er auf seinem Weg nach Peking besucht hat. Jede von ihnen steht für eine bestimmte gesellschaftliche Situation und im Laufe der Erzählungen werden diese Beschreibungen immer düsterer ehe sie zum Schluss die Hölle auf Erden skizzieren. Der geneigte Leser kann deutliche Parallelen zum Decameron oder zur Göttlichen Komödie ziehen – oder aber dieses Sinnbild der gegenwärtigen Urbanisierung künstlerisch verarbeiten. Das übrigens sehr empfehlenswerte Buch hat schon so manchen Künstler inspiriert, sei es StreetArt, Fotografie oder Malerei.
Den restlichen Beitrag lesen …
