Artikel mit dem Tag "Krieg"


Als die Feldherren mit Blut malten

Verismus und Neue Sachlichkeit im Kulturforum

„Der letzte Ausweg“, Oskar Nerlinger (Foto: Volker-H. Schneider, via SMB) Mit gemischten Gefühlen betrat ich am Sonnabend Nachmittag die ehrwürdigen Hallen des Kulturforums, schließlich zog mich nur ein einzelnes Bild in die neue Ausstellung „Gefühl ist Privatsache“, die mit 130 Werken einen Überblick über die beiden bedeutenden Stilrichtungen zwischen den Kriegen  –  der Verismus und der Realismus […]


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Are you ready? Shoot!

Die Motivgeschichte einer gewaltvollen Performance

Chris Burden: Shoot„Shoot“ (Videoausschnitt), © Chris Burden

Man sagt, eine Gesellschaft finde sich in seiner Kultur, seinen Erzählungen, seiner Musik, seinen Filmen, seiner Kunst wieder. Das Amerika der 50er und 60er Jahre hat – was Kinofilme anbetrifft – heute noch bedeutsame Werke hervorgebracht: „Wege zum Ruhm“, „Bonnie und Clyde“ (1967), „Point Blank“ (1967), „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968). Filme, die Waffengebrauch, Krieg und Tod romantisieren und verklären, zuweilen auch pointieren. Als sich dann in den späten 60er Jahren für den seit 1965 herrschenden Vietnamkrieg ein politisch schmachvolles Ende abzeichnete und das persönliche Leid vieler Amerikaner – ob im Dschungel oder daheim – in den Vordergrund trat, nahm man vom heroisierten Bild der Hollywoodproduktionen Abstand und gewann eine andere Perspektive.

Als der Vietnamkrieg 1971 in der Öffentlichkeit als bereits gescheitert angesehen wurde, erregte ein Kunststudent namens Chris Burden die öffentliche Aufmerksamkeit: Er veröffentlichte einen kurzen Film, den er zu Beginn selbst kommentiert und darin ankündigt, was geschehen werde und worauf zu achten sei. Im Weiteren bleibt das Bild schwarz, nur der Ton bleibt. Dann sieht man Burden vor einer weißen Wand stehen, ein Freund und Kommilitone steht einige Meter vor ihm und zielt mit einem Gewehr auf den Künstler. Er drückt ab, trifft Burden in den Arm und beide verlassen die Szenerie.


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Die Ästhetisierung des Krieges

Zwei Werke von Iñigo Manglano-Ovalle

Iñigo Manglano-Ovalle: Untitled (Bomb)„Untitled (Bomb)“, © Iñigo Manglano-Ovalle

Das Thema ist so alt wie die Menschheit selbst: Konflikt und Krieg. In mehr als 2000 Jahren christlicher Zeitrechnung gab es nicht einmal 100 Jahre ohne Schlachten und Kriege irgendwo in der Welt – zumindest die, von denen Wikipedia weiß. Kein Wunder also, dass das Kulturgut „Krieg“ ein wichtiges Thema des Kulturträgers „Kunst“ wurde und auch noch heute ist. Ich hatte bereits über die Fotografien Shadi Ghadirians geschrieben, die den Alltag des Krieges beleuchtet, und widme mich nun zwei Werken des Spaniers Iñigo Manglano-Ovalle; die gewissermaßen von „Kriegskunst“ erzählen.


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Shadi Ghadirian lädt nach

Zwei neue Serien zum Thema Krieg veröffentlicht

Shadi Ghadirian: Nil Nil #03„Nil Nil #03″, © Shadi Ghadirian

Da ist die islam-kritische Ausstellung „Unveiled: New Art from the Middle East“ noch nicht einmal zu Ende, schon machen die nächsten Arbeiten der dort gefeierten Künstlerin Shadi Ghadirian die Runde. Letzten Monat hatte ich ja bereits über ihre Serie „Like every day“ geschrieben, doch ging es da noch um die Rolle der Frau in der islamischen Welt, wird Ghadirian nun mit ihren beiden neusten Serien „Nil Nil“ und „White Square“ direkter und thematisiert offen und wirkungsvoll das Thema Krieg.


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