München ehrt IKEA-Design

Ausstellung in der Neuen Sammlung

Gießkannen PS VallöGießkannen „PS Vallö“, Die Neue Sammlung

Kaum eine Marke hat die Wohn– und Schlafzimmer dieser Welt so nachhaltig geprägt wie das schwedische Traditionsunternehmen IKEA. Längst gehören Billy, Malm und Faktum zum grundlegenden Inventar einer jeden (studentischen) Wohnung und sind dort auch nicht mehr wegzudenken. Den mittlerweile seit sechzig Jahren erfolgreichen Produkten des schwedischen Möbelhauses widmet nun Die Neue Sammlung, weltweit eine der wichtigsten Instanzen in Sachen Design, eine eigene Ausstellung mit 150 Einzelstücken.

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Die interaktive Kunst des Jeppe Hein

Einladende Offerten - oder - Die Mär von der Autonomie

Jeppe Hein: Neon Wall„Neon Wall“, © Jeppe Hein

Zeitgenössische Kunst – Contemporary Art –, eine Popkultur oder eine Kultur auf dem Weg dorthin, welche sich auch von anderen ihrer Art in einem Punkt nicht unterscheidet: Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Manche verfolgen die Nachrichten um ihre künstlerischen Idole so intensiv, dass sie nicht mehr kritisch denken können (auch am 1. April nicht) und somit ihre Selbstbestimmung aufgeben. „Der Kult des Künstlers“: Ikonen werden geboren, Ikonen sterben gelegentlich auch.

Ein solcher Stern am Kunsthimmel ist auch Jeppe Hein. Im Unterschied zu Damien Hirst und anderen verzichtet er jedoch auf publikumswirksame Skandale und Provokationen und fesselt die Betrachter seiner Werke lieber mit aussagekräftigen Lehren über Selbst– und Fremdbestimmtheit.

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Damien Hirst im Hamburger Bahnhof

Erstmals umfassende Ausstellung geplant

Damien Hirst: For the love of god„For the love of god“, © Damien Hirst (via)

Es ist die Schlagzeile des Jahres, die Nachricht ist heiß und macht derzeit die große Runde: Der Hamburger Bahnhof stellt vermutlich diesen Herbst, aber noch dieses Jahr eine große Sammlung aus der gesamten Schaffenszeit des britischen Kultkünstlers Damien Hirst aus. Man habe die hervorragenden Kontakte zu Museen und Sammlungen in alle Welt genutzt, um eine bisher einzigartige Ausstellung auf die Beine zu stellen, die nicht nur die großen Höhepunkte im künstlerischen Leben Hirsts zeigen, sondern auch bisher unbekannte Werke aus seiner frühen Schaffensphase erstmals dem Publikum präsentieren wird.

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Alles ist erleuchtet

Die Lichter des Vincent Kohler

Vincent Kohler: Souche„Souche“, Vincent Kohler

Licht und der Einsatz desselben spielen in den meisten Kunstgenres eine bedeutsame Rolle: In der Architektur entscheidet es über Erfolg oder Misserfolg, Typographie ist die Kunst der Frei– und Zwischenräume und wer einmal einen echten Rembrandt bewundern durfte, wird bestätigen können, dass seine Werke nicht nur das Licht eingefangen zu scheinen haben, sondern auf eigenartige Weise auch jeden Raum zum Strahlen bringen können.
Dem Einsatz von Licht kommt aber nicht nur eine Nebenrolle, bestenfalls eine zweite Hauptrolle in der Kunst zu, viele Künstler machen es auch zum Mittelpunkt ihrer Werke. Einer von ihnen ist Vincent Kohler, der in seinen Installationen Licht und Rhythmik verbindet.

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StreetArt im Auftrag von adidas

Ein Blick auf die Werbestrategie des Firmengiganten

adidas-Stencil(via)

Guerilla-Marketing ist schon seit einigen Jahren in Mode, jede Marke, die etwas auf sich hält, muss auf den Zug aufspringen und ihre Produkte in einem vermeintlich hippen Licht darstellen. Zu den Big Playern im Geschäft gehört auch adidas. Das weltweit agierende Unternehmen aus dem beschaulichen Herzogenaurach platziert seine Werbung im Umfeld jener Zielgruppe, die „eine der lebendigsten und einflussreichsten Jugendkulturen“ darstelle; im Herzen der StreetArt-Gemeinde. Dass diese jedoch von den Bemühungen des Sportartikelherstellers nichts wissen will, ist in der Werbeabteilung des mittelfränkischen Unternehmens scheinbar noch nicht angekommen.

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Fotografie in flagranti

Sex in japanischen Parks: Zuschauer gibt es immer

Kohei Yoshiyuki: The Park, UntitledUntitled, aus der Serie „The Park“, © Kohei Yoshiyuki

Dem Thema Fotografie kommt in diesem Blog zwar keinen großen Stellenwert zu, doch hin und wieder gibt es den Anlass, auf vorzügliche Arbeiten hinzuweisen und diese vorzustellen. Dazu gehört auch definitiv die Serie „The Park“ des japanischen Künstlers Kohei Yoshiyuki, für die er in den Parks Tokios nächtliche Liebesspiele sowie die umgebene Kulisse aufgenommen hat. Denn für die intimen Begegnungen japanischer Paare hatte nicht nur der Künstler ein Interesse, seine Bilder widmet er vor allen Dingen jenen, die bei diesen Szenen ihren voyeuristischen Trieben nachgehen oder gar selbst Teil des Geschehen werden wollen.
Mit „The Park“ war Yoshiyuki in etlichen Galerien dieser Welt zu Gast, ab Freitag beehrt er auch das Berliner Publikum.

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Mechanisches Stimmengewirr

"Untitled Sound Objects" von Pe Lang und Zimoun

Pe Lang und Zimoun: Untitled Sound Objects„Untitled Sound Objects“, © Pe Lang und Zimoun

Klangkunst – oder Neudeutsch: Sound Art – gehört schon länger zum festen Repertoire der Gegenwartskultur. Was mit Kurt Schwitters‘ dadaistischer Ursonate einen großen Höhepunkt erlebte, wurde auch in den folgenden Jahrzehnten von einer Vielzahl von Akteuren in all ihren Facetten erforscht und neu definiert. Zu ihnen gehört zweifelsohne auch das Künstlerduo Pe Lang und Zimoun, die nun schon seit fünf Jahren ihre Serie „Untitled Sound Objects“ Stück um Stück ergänzen.

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Kunst am seidenen Faden

Edith Derdyks Arbeiten aus Garn und Heftklammern

Edith Derdyk: Entre ser um e ser mil„Entre ser um e ser mil“, © Edith Derdyk

Die brasilianische Künstlerin Edith Derdyk kann man am besten bei der Arbeit beobachten, wenn man sie in den Galerien überrascht, in denen sie ihre Werke ausstellt. Denn für ihre Arbeiten braucht sie einiges an Vorbereitungszeit, zwei Wochen sind keine Seltenheit. Für den Beobachter erscheint das dann häufig als minutiöse Detailarbeit, kein Wunder, denn Derdyks Installationen bestehen nicht selten aus kilometerlangem Garn und Tausenden von Heftklammern. Was sie daraus entstehen lässt, ist die langwierige Arbeit aber definitiv wert.

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Highlights zum Wochenende

Musikalische Empfehlungen für die kommenden Tage

Club oder Konzerthaus?frei nach Quelle eins und zwei

Berlin erwacht so langsam aus dem Winterschlaf und mit dem Frühling erblüht auch das Abend– und Nachtleben in der Spreemetropole. Da ich diese Zeilen schreibe, dringen warme Sonnenstrahlen durch mein Fenster und so will ich mich auch möglichst kurz halten. Denn dieses Wochenende verspricht eines der Sorte zu werden, an denen man ob der großen Veranstaltungsflut die Qual der Wahl haben wird. Eine kleine, aber feine Auswahl will ich dennoch vorstellen.

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„Nix Krise“: StreetArt in Berlin

30 Künstler von Rang und Namen stellen aus

Galerieansicht aus "Nix Krise"Galerieansicht aus „Nix Krise“, © just.ekosystem.org

Der Superplan ist schon länger ein Geheimtip, wenn es um urbane Kunst im Raum Berlin geht. Was zunächst nach dem nächsten genialen Vorhaben eines x-beliebigen StreetArtists klingen mag, ist anderen als Galerie und Atelier im Herzen Friedrichshains bekannt, wo man gern auch öfter einkehrt.
September vergangenen Jahres war es still um die Ausstellungsräume in der Gärtnerstraße geworden, doch letzten Freitag öffnete der Superplan wieder seine Pforten und war gleich mit einem Highlight zurück: Die Ausstellung „Nix Krise“, die Arbeiten dreißig namhafter StreetArtists versammelt, zeigt unmissverständlich, dass die Wirtschaftskrise der UrbanArt-Szene nichts anhaben konnte. Offensichtlich eine Veranstaltung, auf die man eine Auge werfen sollte.

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