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	<title>Castor und Pollux &#187; UrbanArt</title>
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	<description>I love Contemporary Art. I love UrbanArt. I love Berlin.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Sep 2010 10:11:35 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>Urbane Interventionen</title>
		<link>http://www.castor-und-pollux.de/2010/02/urbane-interventionen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 13:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[sozialkritische Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Hamburg_Hafencity_Sandtorkai.jpg"><img class="aligncenter" title="Blick auf die Hamburger HafenCity" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/1002/hafencity.jpg" alt="Blick auf die Hamburger HafenCity" width="476" height="357" /></a><span class="copy">Blick auf die Hamburger HafenCity</span></p>

<p>Es kommt eher selten vor, dass ich ungefragt zugesendete Newsletter und Presseinformationen zum Anlass nehme, tatsächlich darüber zu schreiben. Im vorliegenden Fall ist das aus diversen Gründen etwas anders, denn ich bekam eine Mail zur kommenden Guerilla-Aktion <a href="http://www.ekosystem.org/tag/the-wa">des StreetArtist The Wa</a>, den die meisten Berliner für "<a href="http://www.ekosystem.org/photo/918856">Wrong World</a>" kennen dürften. Dieses Mal dürfen sich allerdings die Hamburger unter euch freuen, denn The Was nächste Aktion "Switch sense" soll in der HafenCity stattfinden.</p>

<p>Was genau geplant ist, weiß bisher keiner, man darf aber erwartungsvoll sein, schließlich zeichnete sich The Wa in der Vergangenheit durch einen recht sozialkritischen Ton in seinen Arbeiten aus. Da wurden Stretchlimousinen mit großformatigen Aufklebern à la "Geben Sie das Rauchen auf" verziert oder mit riesigen "Bitte keine Reklame"-Schildern städtische Werbetafeln überklebt. Was die Anwesenden bei "Switch sense" erwartet, ist ungewiss, doch wird die Aktion dem Newsletter nach zu urteilen wohl dem umstrittenen Großprojekt HafenCity gewidmet sein.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Hamburg_Hafencity_Sandtorkai.jpg"><img class="aligncenter" title="Blick auf die Hamburger HafenCity" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/1002/hafencity.jpg" alt="Blick auf die Hamburger HafenCity" width="476" height="357" /></a><span class="copy">Blick auf die Hamburger HafenCity</span></p>
<p>Es kommt eher selten vor, dass ich ungefragt zugesandte Newsletter und Presseinformationen zum Anlass nehme, tatsächlich darüber zu schreiben. Im vorliegenden Fall ist das aus diversen Gründen etwas anders, denn ich bekam eine Mail zur kommenden Guerilla-Aktion <a href="http://www.ekosystem.org/tag/the-wa">des StreetArtist The Wa</a>, den die meisten Berliner für „<a href="http://www.ekosystem.org/photo/918856">Wrong World</a>“ kennen dürften. Dieses Mal dürfen sich allerdings die Hamburger unter euch freuen, denn The Was nächste Aktion „Switch sense“ soll in der HafenCity stattfinden.</p>
<p>Was genau geplant ist, weiß bisher keiner, man darf aber erwartungsvoll sein, schließlich zeichnete sich The Wa in der Vergangenheit durch einen recht sozialkritischen Ton in seinen Arbeiten aus. Da wurden Stretchlimousinen mit großformatigen Aufklebern à la „Geben Sie das Rauchen auf“ verziert oder mit riesigen „Bitte keine Reklame“-Schildern städtische Werbetafeln überklebt. Was die Anwesenden bei „Switch sense“ erwartet, ist ungewiss, doch wird die Aktion dem Newsletter nach zu urteilen wohl dem umstrittenen Großprojekt HafenCity gewidmet sein.</p>
<p><span id="more-1993"></span></p>
<blockquote><p>Die moderne Großstadt ist zu einem konsumierbaren Produkt geworden, sie wird kontrolliert, inszeniert und instrumentalisiert. Der so genannte öffentliche Raum ist in Wirklichkeit scheinöffentlich und spiegelt allein die Realität der herrschenden Ideologie wieder. Eine traurige Realität in Hamburg: Am Hauptbahnhof werden Drogenabhängige durch eine Endlosschleife klassischer Musik vertrieben und im Frappant über 100 Künstler aus ihrem Atelier verdrängt, weil der Stadt ein Ikea-Kaufhaus wichtiger erscheint.<br/><br/>Gebrandete Multifunktionshallen, riesige Shopping-Malls, mondäne Wohnlofts und sperrige Bürotürme dominieren das heutige Stadtbild und wecken den Wunsch nach Freiräumen und Partizipation. Das beste Beispiel für die Hässlichkeit dieser hegemonialen Potenz: Die Hamburger HafenCity, ein Retorten-Stadtteil, sauber, leblos und grotesk. 1,3 Millarden Euro an öffentlichen Investitionen flossen bereits in die HafenCity – einmal abgesehen von den rund 450 Millionen Euro Baukosten für Hamburgs Prestigeprojekt Elbphilharmonie.<br/><br/>Künstler scheinen sich da zu sagen: Wenn unsere Stadt schon wie eine Mischung aus Disneyland, Dauerwerbesendung und Architekturzoo aussieht, dann lasst uns gefälligst auch dort herumtollen. Urbane Interventionen sind deshalb realisierte temporäre autonome Zonen. Eine solche spektakuläre Intervention plant der Berliner Künstler The Wa jetzt in der Hamburger HafenCity. Er wird dort eine paradoxe Situation inszenieren – zum ersten Mal in der Geschichte dieses Viertels.</p>
</blockquote>
<p><em>Los geht’s am 13. Februar um 14.00 Uhr<br />
 in der HafenCity Hamburg<br />
 bei Vokü und Freibier sowie mit<br/>Afterparty im Frappant, Große Bergstraße 174, Hamburg-Altona.</em></p>
<p>Der genaue Ort der Aktion wird 24h vorher bei <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=115907954398">Facebook</a> und <a href="https://twitter.com/PARA_SITES">Twitter</a> bekanntgegeben. Alle Infos gibt es nochmal auf <a href="http://www.para-sites.de/">www.para-sites.de</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der etwas andere Wahlkampf</title>
		<link>http://www.castor-und-pollux.de/2009/08/der-etwas-andere-wahlkampf/</link>
		<comments>http://www.castor-und-pollux.de/2009/08/der-etwas-andere-wahlkampf/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 13:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Ad-Busting]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Auktionshaus Bundestagswahl" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0908/auktionshaus_bundestagswahl.jpg" alt="Auktionshaus Bundestagswahl" width="475" height="714" /><span class="copy">Meine Einsendung, "Auktionshaus Bundestagswahl"</span></p>

<p>Die Bundestagswahl naht mit großen Schritten, nur noch ein wenig mehr als ein Monat bis Millionen Deutsche an die Urnen treten. Der Wahlkampf ist längst eröffnet und wie so üblich pflastern mehr oder minder gelungene Wahlplakate der hoffnungsvollen Kandidaten die bundesdeutschen Großstädte. Also eine Ausgangslage, die wie geschaffen für den gemeinen Ad-Buster ist.</p>

<p>Grund genug für <a href="http://www.rebelart.net/diary/?p=1810">Alain von rebel:art</a>, daraus einen Wettbewerb zu machen, bei dem jeder aufgerufen ist, seine Ideen einzusenden. Einige gelungene Beispiele sind auf der Seite schon zu sehen und ich bin gespannt, welche Entwürfe das Rennen machen. Seid dabei, werft Photoshop an und werdet kreativ!</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Auktionshaus Bundestagswahl" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0908/auktionshaus_bundestagswahl.jpg" alt="Auktionshaus Bundestagswahl" width="475" height="714" /><span class="copy">Meine Einsendung, „Auktionshaus Bundestagswahl“</span></p>
<p>Die Bundestagswahl naht mit großen Schritten, nur noch ein wenig mehr als ein Monat bis Millionen Deutsche an die Urnen treten. Der Wahlkampf ist längst eröffnet und wie so üblich pflastern mehr oder minder gelungene Wahlplakate der hoffnungsvollen Kandidaten die bundesdeutschen Großstädte. Also eine Ausgangslage, die wie geschaffen für den gemeinen Ad-Buster ist.</p>
<p>Grund genug für <a href="http://www.rebelart.net/diary/?p=1810">Alain von rebel:art</a>, daraus einen Wettbewerb zu machen, bei dem jeder aufgerufen ist, seine Ideen einzusenden. Einige gelungene Beispiele sind auf der Seite schon zu sehen und ich bin gespannt, welche Entwürfe das Rennen machen. Seid dabei, werft Photoshop an und werdet kreativ!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Urban Affairs Extended</title>
		<link>http://www.castor-und-pollux.de/2009/06/urban-affairs-extended/</link>
		<comments>http://www.castor-und-pollux.de/2009/06/urban-affairs-extended/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 18:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Performance Art]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Urban Afffairs 08" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0906/urban_affairs_01.jpg" alt="Eindruck von der Urban Affairs 08" width="470" height="357" /><span class="copy">Eindruck von der Urban Affairs 08</span></p>

<p>Ich hatte ja bereits vor ziemlich genau zwei Monaten <a href="http://www.castor-und-pollux.de/2009/05/no-more-sugar-for-the-monkey/">frohlockt</a>: die diesjährige Urban Affairs bleibt in Berlin und zieht doch nicht nach Warschau um. Damals sickerte auch schon aus internen Kreisen durch, dass man bei der Wahl der Räumlichkeit die vergangene Location, die Brauerei Friedrichshöhe, noch einmal toppen würde und den neusten Stern am Berliner StreetArt-Himmel, nämlich das Stattbad Wedding auserkoren hätte. Mittlerweile ist mehr bekannt geworden und so kann man ab Mittwoch auf der <a href="http://www.urbanaffairs.de">Urban Affairs Extended</a> Einiges entdecken.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Urban Afffairs 08" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0906/urban_affairs_01.jpg" alt="Eindruck von der Urban Affairs 08" width="470" height="357" /><span class="copy">Eindruck von der Urban Affairs 08</span></p>
<p>Ich hatte ja bereits vor ziemlich genau zwei Monaten <a href="http://www.castor-und-pollux.de/2009/05/no-more-sugar-for-the-monkey/">frohlockt</a>: die diesjährige Urban Affairs bleibt in Berlin und zieht doch nicht nach Warschau um. Damals sickerte auch schon aus internen Kreisen durch, dass man bei der Wahl der Räumlichkeit die vergangene Location, die Brauerei Friedrichshöhe, noch einmal toppen würde und den neusten Stern am Berliner StreetArt-Himmel, nämlich das Stattbad Wedding auserkoren hätte. Mittlerweile ist mehr bekannt geworden und so kann man ab Mittwoch auf der <a href="http://www.urbanaffairs.de">Urban Affairs Extended</a> Einiges entdecken.</p>
<p><span id="more-1277"></span></p>
<p><img class="aligncenter" title="Vorderseite des Flyers der Urban Affairs Extended" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0906/urban_affairs_02.jpg" alt="Vorderseite des Flyers der Urban Affairs Extended" width="463" height="462" /><span class="copy">Vorderseite des Flyers (<a href="http://www.urbanaffairs.de/content/flyer_urban_affairs_extended.pdf">via/Rückseite</a>)</span></p>
<p>Den ganzen Juli lang hat man nämlich nicht nur die Möglichkeit, die Räume und Katakomben des Stattbades zu erkunden, sondern einer Handvoll Kunstaktionen und –projekten beizuwohnen. Eines davon ist der vorläufige Höhepunkt in <a href="http://www.myspace.com/elbochoberlin">El Bochos</a> aktueller Tape-Art-Phase: Die Verhüllung des Stattbades mit mehr als 1000 m² Klebeband wird am 4. Juli vollendet sein und dann jeden Besucher zum Verweilen einladen.</p>
<p>Daneben wird auch eine <a href="http://www.urbanaffairs.de/graffitti_wall.html">Graffiti Wall</a> zu sehen sein, faktisch ein riesiger Touchscreen, der es ermöglicht, sich an den elektronischen Pendants zu Spraycan und Edding auszuprobieren und das Sprayen selbst zu entdecken. Ebenfalls empfehlenswert: Das Canary Islands Urban Culture Festival (oder auch <a href="http://www.urbanaffairs.de/ciuc.html">CIUC Festival</a>) wird auf seiner Reise durch europäische und afrikanische Metropolen bei den Urban Affairs Halt machen und die vielfältigen Arbeiten seiner (Street-)Artists und bei ebenfalls kanarischer Livemusik ausstellen.</p>
<p>Für das Mainevent jedoch hat sich wie gewohnt wieder einmal die First Class der europäischen StreetArt-Szene eingefunden um sich in und an der bereitgestellten Location auszutoben.  Unter ihnen sind keine geringeren als bspw. <a href="http://www.myspace.com/nomad_yesmad">Nomad</a>, <a href="http://www.myspace.com/aliaslovesyou">Alias</a>, Just oder <a href="http://www.myspace.com/antonunai">Anton Unai</a> anzutreffen. Zwar nicht persönlich vor Ort, aber durch Leihgaben dennoch vertreten sein werden auch <a href="http://www.banksy.co.uk/">Banksy</a>, <a href="http://www.dface.co.uk/">D*Face</a>, <a href="http://web.mac.com/nickwalkerz/Nick_Walker_Art/Welcome.html">Nick Walker</a> u.a.</p>
<p class="absatztrenner"> </p>
<p>Mehr Infos über die Urban Affairs Extended, die dazugehörigen Projekte, die Künstler und den Terminkalender gibt es <a href="http://www.urbanaffairs.de">auf der Homepage</a>.<br />
 <em>Wir sehen uns dann vor Ort!</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>Städtischer Pragmatismus</title>
		<link>http://www.castor-und-pollux.de/2009/05/staedtischer-pragmatismus/</link>
		<comments>http://www.castor-und-pollux.de/2009/05/staedtischer-pragmatismus/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 May 2009 12:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Installation]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.harmendehoop.com/media/replaced-dustbin.jpg"><img class="aligncenter" title="Harmen de Hoop: Replaced dustbin" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0905/harmen_de_hoop_01.jpg" alt="Harmen de Hoop: Replaced dustbin" width="470" height="336" /></a><span class="copy">"Replaced dustbin", © <a href="http://www.harmendehoop.com">Harmen de Hoop</a></span></p>

<p>Bisher war es eher die Ausnahme: funktionale StreetArt, also Kunst im öffentlichen Raum, die nicht nur hübsch anzusehen ist und zum Denken anregt, sondern zudem dem Betrachter einen Handlungsspielraum offen lässt. Auch dreidimensionale Kunst ist bisweilen nur gelegentlich in den Metropolen anzutreffen, doch glücklicherweise gibt es Einzelpersonen, die sich dieser Sparte verschrieben haben. Einer von ihnen ist das niederländische Vielseitigkeitstalent Harmen de Hoop, dessen Installationen ihre Umgebung um oft unerwartete Funktionen ergänzen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.harmendehoop.com/media/replaced-dustbin.jpg"><img class="aligncenter" title="Harmen de Hoop: Replaced dustbin" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0905/harmen_de_hoop_01.jpg" alt="Harmen de Hoop: Replaced dustbin" width="470" height="336" /></a><span class="copy">„Replaced dustbin“, © <a href="http://www.harmendehoop.com">Harmen de Hoop</a></span></p>
<p>Bisher war es eher die Ausnahme: funktionale StreetArt, also Kunst im öffentlichen Raum, die nicht nur hübsch anzusehen ist und zum Denken anregt, sondern zudem dem Betrachter einen Handlungsspielraum offen lässt. Auch dreidimensionale Kunst ist bisweilen nur gelegentlich in den Metropolen anzutreffen, doch glücklicherweise gibt es Einzelpersonen, die sich dieser Sparte verschrieben haben. Einer von ihnen ist das niederländische Vielseitigkeitstalent Harmen de Hoop, dessen Installationen ihre Umgebung um oft unerwartete Funktionen ergänzen.</p>
<p><span id="more-1219"></span></p>
<p>Dabei nimmt die dreidimensionale Kunst nur einen Teilbereich seines Wirkens ein: dem Genre StreetArt frönt de Hoop auch mit Spraycan, Performance Art oder mittels der Neugestaltung der auf Grünflächen ausgestellten Skulpturen anderer Künstler. Einer Maxime bleibt er jedoch stets treu: er bleibt anonym; seine Werke sind weder signiert noch auf den ersten Blick als StreetArt zu erkennen.</p>
<p>So etwa auch „Replaced dustbin“, wofür er einen gewöhnlichen Mülleimer von seiner angestammten Stelle entfernt und am Pfosten eines alten, rostigen Fußballtores angebracht hat. Was auf den ersten Blick womöglich wie ein Schildbürgerstreich ausschaut, trägt allerdings einen künstlerischen Charakter. Wie auch in seinen anderen Arbeiten deutet de Hoop das urbane Setting um und entwirft damit nicht nur neue Perspektiven sondern lädt den Betrachter zur Interaktion ein. So weist er einem rostige Fußballtor eine neue – wenn auch eher unübliche – Verwendung zu und zeigt in aller Nüchternheit auf, dass Veränderung und Neugestaltung im öffentlichen Raum zur Tagesordnung gehören.</p>
<p><a href="http://www.harmendehoop.com/index.php?category=sculpture&amp;subject=bird-table"><img class="aligncenter" title="Harmen de Hoop: Bird table" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0905/harmen_de_hoop_02.jpg" alt="Harmen de Hoop: Bird table" width="477" height="378" /></a><span class="copy">„Bird table“, © <a href="http://www.harmendehoop.com">Harmen de Hoop</a></span></p>
<p>Diese Dynamik und Wandelbarkeit treibt de Hoop mit „Bird table“ noch weiter auf die Spitze. Mit dem Untertitel</p>
<blockquote><p>The top of a tree removed to make place for a bird table. A public service for birds.</p>
</blockquote>
<p>ist das Werk auch gut beschrieben. Das Wohl eines Baumes für das der Vögel – oder nicht? Schließlich fänden diese auch auf den Zweigen des junges Baumes ihr Futter und sogar einen Nistplatz. Auch hier denkt man zunächst an die neuste Absurdität aus der Amtsstube, findet aber schnell de Hoops Sarkasmus wieder. Erneut deutet de Hoop die Kulisse um, entwirft neue Möglichkeiten und hält sich durch seine Anonymität im Hintergrund.</p>
<p class="absatztrenner"> </p>
<p>Diese drei Charakteristika finden sich in all seinen dreidimensionalen und den meisten anderen Werken wieder. Da wird in einer gründerzeitlichen Gegend <a href="http://www.harmendehoop.com/index.php?category=sculpture&amp;subject=hay-rack">eine Heukrippe für Pferde</a> installiert, <a href="http://www.harmendehoop.com/index.php?category=sculpture&amp;subject=fire-extinguisher-1">ein Feuerlöscher an einem Briefkasten angebracht</a> oder es werden <a href="http://www.harmendehoop.com/index.php?category=sculpture&amp;subject=gardening-tools">Gartenwerkzeuge</a> für den Fall der Fälle bereitgehalten.</p>
<p>Unterm Strich aber bleibt eine erfrischende Abwechslung innerhalb des StreetArt-Spektrums. Dreidimensionale, interaktive Arbeiten stellen immer noch die große Ausnahme dar, aber man darf hoffen, in Zukunft mehr davon zu sehen.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>StreetArt im Auftrag von adidas</title>
		<link>http://www.castor-und-pollux.de/2009/03/streetart-im-auftrag-von-adidas/</link>
		<comments>http://www.castor-und-pollux.de/2009/03/streetart-im-auftrag-von-adidas/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 11:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Graffiti]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.castor-und-pollux.de/?p=1067</guid>
		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.fensterzumhof.eu/bilder/d/38199-3/Berlin-Graffiti-Yorckbruecken-Sprayer-adidas"><img class="aligncenter" title="adidas-Stencil" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/adidas_branding_01.jpg" alt="adidas-Stencil" width="478" height="336" /></a><span class="copy&#62;(&#60;a href=">via)</span></p>

<p>Guerilla-Marketing ist schon seit einigen Jahren in Mode, jede Marke, die etwas auf sich hält, muss auf den Zug aufspringen und ihre Produkte in einem vermeintlich hippen Licht darstellen. Zu den Big Playern im Geschäft gehört auch adidas. Das weltweit agierende Unternehmen aus dem beschaulichen Herzogenaurach platziert seine Werbung im Umfeld jener Zielgruppe, die "eine der lebendigsten und einflussreichsten Jugendkulturen" darstelle; im Herzen der StreetArt-Gemeinde. Dass diese jedoch von den Bemühungen des Sportartikelherstellers nichts wissen will, ist in der Werbeabteilung des mittelfränkischen Unternehmens scheinbar noch nicht angekommen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fensterzumhof.eu/bilder/d/38199-3/Berlin-Graffiti-Yorckbruecken-Sprayer-adidas"><img class="aligncenter" title="adidas-Stencil" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/adidas_branding_01.jpg" alt="adidas-Stencil" width="478" height="336" /></a><span class="copy">(<a href="http://www.fensterzumhof.eu/bilder/v/Berliner-Streetart/Berlin-Graffiti-Yorckbruecken-Sprayer-adidas.html">via</a>)</span></p>
<p>Guerilla-Marketing ist schon seit einigen Jahren in Mode, jede Marke, die etwas auf sich hält, muss auf den Zug aufspringen und ihre Produkte in einem vermeintlich hippen Licht darstellen. Zu den Big Playern im Geschäft gehört auch adidas. Das weltweit agierende Unternehmen aus dem beschaulichen Herzogenaurach platziert seine Werbung im Umfeld jener Zielgruppe, die „eine der lebendigsten und einflussreichsten Jugendkulturen“ darstelle; im Herzen der StreetArt-Gemeinde. Dass diese jedoch von den Bemühungen des Sportartikelherstellers nichts wissen will, ist in der Werbeabteilung des mittelfränkischen Unternehmens scheinbar noch nicht angekommen.</p>
<p><span id="more-1067"></span></p>
<p>Ein Streifzug durch die Friedrichshainer Klamottenläden, ein prüfender Blick zur Tanzfläche des x-beliebigen Szeneclubs oder ein Besuch bei den <a href="http://sneakergirls.wordpress.com/">Sneakergirls</a> zeigen, dass Street Wear von adidas längst bei der breiten Masse etabliert ist. Die Marke versucht schon länger, sich in diesem hart umkämpften Sektor zu behaupten, greift dazu Stil und Feeling der adressierten Zielgruppe auf und will damit das Image aufbauen, <em>der</em> Ausstatter einer Subkultur zu sein, die nach den Vorstellungen des Unternehmens Zugpferd einer ganzen Generation zu sein scheint. Doch damit nicht genug, wer sich in dieser Sparte positionieren will, muss auf schlagkräftige Werbung direkt beim Konsumenten, quasi vor seiner Haustür, setzen.</p>
<h4>Adicolor – der beste Freund eines jeden Writers</h4>
<p><img class="aligncenter" title="Adicolor Projekt in Berlin" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/adidas_branding_02.jpg" alt="Adicolor Projekt in Berlin" width="478" height="315" /><span class="copy">Adicolor Projekt in Berlin (frei nach <a href="http://www.beinghunted.com/features/2006/04_adicolor_berlin/01/01.html">beinghunted</a>)</span></p>
<p>Vor etwas mehr als drei Jahren begann der Konzern, sein Profil als Street-Wear-Hersteller erster Güteklasse zu schärfen – zumindest nach meinen Recherchen griff das Unternehmen mit dem <a href="http://www.beinghunted.com/features/2006/04_adicolor_berlin/adidas_adicolor.html">Adicolor Projekt</a> erstmals StreetArt-Elemente auf. Für diese Kampagne wurden in Berlins Innenstadt jungfräulich weiße Plakate aufgehängt, um in den folgenden Wochen von Writern und StreetArtists beschrieben zu werden. Zum Schluss klebte man neue Plakate darüber, die die bemalbaren Schuhe der Adicolor-Reihe von adidas bewarben und an bestimmten Stellen die bunten Graffiti durchscheinen ließen.<br />
 Es wurde zwar gemunkelt, dass adidas einen Teil der Graffiti selbst in Auftrag gab (s.o. wo ein Internetshop beworben wird, der auch adidas-Schuhe vertreibt). Fakt ist aber, dass die adicolor-Kampagne für Aufsehen sorgte, wenn auch mit gemischten Meinungen.</p>
<h4>Grun – was umweltbewusste Hipster wollen</h4>
<p><a href="http://www.dazeddigital.com/projects/grun/grun3.jpg"><img class="aligncenter" title="Grun Project" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/adidas_branding_03.jpg" alt="Grun Project" width="466" height="357" /></a><span class="copy">Teil des Grun Projects, © <a href="http://www.dazeddigital.com/projects/grun/Default.aspx">Dazed Digital</a></span></p>
<p>Im letzten Frühjahr dann begrünte adidas anlässlich einer neuer Kollektion umweltfreundlicher Schuhe viele Großstädte rund um den Globus und rief auch all seine Fans dazu auf, es ihnen gleich zu tun und die Straßen ihrer Städte mit <a href="http://www.castor-und-pollux.de/2009/01/diy-moos-grafitti/">Moos-Graffiti</a> und anderen pflanzlichen Formen von StreetArt zu verschönern und Fotos davon einzusenden. Und auch mit dem <a href="http://www.dazeddigital.com/projects/grun/Default.aspx">Grun Project</a> bediente sich adidas eines Trends und zog damit den Unmut eingefleischter Aktivisten des Guerilla Gardenings auf sich: So befürchtete <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/436457">Richard Reynolds</a>, Guru der Bewegung, „dass die Idee [des Guerilla Gardenings] dazu benutzt wird, ein Produkt zu verkaufen“, und sprach aus, was alle wussten.</p>
<p>Doch die Szene wehrte sich: Die <a href="http://www.kirstenbrodde.de/?p=13">in Hamburg</a> von adidas-Mitarbeitern gepflanzten Zitronenbäume mussten schon nach fünf Minuten ihres neuen Straßendaseins alle Früchte hergeben; alle Spuren der Kampagne wurden von Anhängern des Guerilla Gardenings vernichtet.</p>
<h4>Urban Art Guide – adidas gibt sich als Szenekenner</h4>
<p><img class="aligncenter" title="Urban Art Guide" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/adidas_branding_04.jpg" alt="" width="478" height="336" /><span class="copy"><a href="http://urbanartguide.de">Urban Art Guide</a></span></p>
<p>Vor einer Woche folgte der bis dato jüngste Versuch, StreetArt für die eigenen Interessen zu kommerzialisieren: Mit dem <a href="http://urbanartguide.de">Urban Art Guide</a>, einem Handyservice, der dem Nutzer eine Art Sightseeing-Tour für Berliner StreetArt bietet, gibt man sich als Insider, Touristenführer und generöser Mäzen der StreetArt-Kultur. Damit die Promoaktion auch nachhaltig die Vorzüge der Firma als hippe Street-Wear-Marke verdeutlicht, hat man zum Start an sechzig der zu erkundenden Orte Schuhe versteckt, die dann von den ersten Besuchern entdeckt und mitgenommen werden können.</p>
<p>Die Rechnung <a href="http://www.rebelart.net/diary/?p=1183">folgte prompt auf den Fuß</a>: Berliner StreetArtists fanden sich zusammen, so viele Schuhe wie möglich zu entdecken, mitzunehmen, zu versteigern und dann das Geld in Sprühdosen, Farbe, Kleister usw. zu investieren. Bis die Leute von adidas davon Wind bekamen, konnte die Gruppe zwanzig der versteckten Paare ausfindig machen und will den Erlös urbanen Projekten spenden.</p>
<h4>Was bleibt</h4>
<p>Die Instrumentalisierung von StreetArt für Marketingzwecke ist zwar eine Werbestrategie, die auch andere Firmen für sich entdeckt haben, doch adidas verfolgt diese Form des Guerilla-Marketing so konsequent wie kein zweites Unternehmen. Bisher scheint es erfolgreich genug zu verlaufen, anders kann man sich die Ausdauer und teilweise den Aufwand der Kampagnen nicht erklären. Und auch ein Blick auf die Schuhe, die ihre Besitzer durch den Simon-Dach-Kiez und über die Kastanienallee tragen, zeigt, dass adidas definitiv eine nicht zu vernachlässigende Rolle im Sektor Street Wear spielt.<br />
 Aber wie reagiert die anvisierte Zielgruppe?</p>
<p>Bisher stieß jede der so sorgsam vorbereiteten Aktionen des Großkonzerns bei denen, die schon lange vor adidas die Liebe zu ihrer Nische gefunden haben, auf Ablehnung, Protest oder ließ gar Gegenaktionen folgen. Das kann der Marke aber egal sein, denn die Schuhe verkaufen sich – und solange jeder glaubt, sie würden von eingefleischten StreetArtists getragen, reicht das auch vollkommen aus.</p>
<p>Solange das aber der Fall ist, wird StreetArt weiterhin in einer verzerrten Perspektive dargestellt und für kommerzielle Interessen missbraucht werden, was letztlich den autonomen, sozialkritischen Charakter dieser Kunst infrage stellen wird. Wenn dann solche Konzerne mit den Entwürfen einzelner StreetArtists Geld machen, lässt das schnell die Glaubwürdigkeit bröckeln.</p>
<p class="absatztrenner"> </p>
<p>Fakt ist, dass adidas diese Kampagnen gezielt nutzt, um sein Image aufzubessern. Nach meinen Recherchen wird schon seit mehr als drei Jahren ständig daran gearbeitet, Teil der StreetArt-Szene zu werden:</p>
<ul>
<li>Januar 2006: <a href="http://www.beinghunted.com/features/2006/04_adicolor_berlin/adidas_adicolor.html">Adicolor Projekt</a></li>
<li>April 2007: <a href="http://www.endtoendproject.com/">End to End Project</a></li>
<li>Februar 2008: <a href="http://www.guerilla-marketing-foederation.de/index.cfm?menuID=110&amp;blogID=66&amp;blogGroupID=1&amp;showComment&amp;cmd=blog">Kollaboration mit Snipes in Mannheim</a></li>
<li>April 2008: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bo2e0SPbi_8">Left Right Project</a></li>
<li>April 2008: <a href="http://www.dazeddigital.com/projects/grun/Default.aspx">Grun Project</a></li>
<li>Mai 2008: <a href="http://www.complex.com/blogs/2008/05/12/adidas-launches-anti-graffiti-zerotag-campaign/">ZeroTAG</a></li>
<li>März 2009: <a href="http://www.urbanartguide.com">Urban Art Guide</a></li>
</ul>
<p>Die Liste ist natürlich als unvollständig zu betrachten…</p>
<p><em>Was denkst du? Gelungene Aktionen? Beispielhaftes Guerilla-Marketing? Oder vielleicht doch die Vereinnahmung einer Subkultur, die Kommerzialisierung einer unabhängigen Bewegung?</em></p>]]></content:encoded>
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		<title>„Nix Krise“: StreetArt in Berlin</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 11:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Käuflich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://farm4.static.flickr.com/3604/3352631130_91dd944911_o.jpg"><img class="aligncenter" title="Galerieansicht aus &#34;Nix Krise&#34;" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/nix_krise.jpg" alt="Galerieansicht aus &#34;Nix Krise&#34;" width="478" height="357" /></a><span class="copy">Galeriansicht aus "Nix Krise", © <a href="http://just.ekosystem.org/?p=105">just.ekosystem.org</a></span></p>

<p>Der Superplan ist schon länger ein Geheimtip, wenn es um urbane Kunst im Raum Berlin geht. Was zunächst nach dem nächsten genialen Vorhaben eines x-beliebigen StreetArtists klingen mag, ist anderen als Galerie und Atelier im Herzen Friedrichshains bekannt, wo man gern auch öfter einkehrt<br />
September vergangenen Jahres war es still um die Ausstellungsräume in der Gärtnerstraße geworden, doch letzten Freitag öffnete der <a href="http://www.superplan.net/">Superplan</a> wieder seine Pforten und war gleich mit einem Highlight zurück: Die Ausstellung "Nix Krise", die Arbeiten dreißig namhafter StreetArtists versammelt, zeigt unmissverständlich, dass die Wirtschaftskrise der UrbanArt-Szene nichts anhaben konnte. Offensichtlich eine Veranstaltung, auf die man eine Auge werfen sollte.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://farm4.static.flickr.com/3604/3352631130_91dd944911_o.jpg"><img class="aligncenter" title="Galerieansicht aus &quot;Nix Krise&quot;" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/nix_krise.jpg" alt="Galerieansicht aus &quot;Nix Krise&quot;" width="478" height="357" /></a><span class="copy">Galerieansicht aus „Nix Krise“, © <a href="http://just.ekosystem.org/?p=105">just.ekosystem.org</a></span></p>
<p>Der Superplan ist schon länger ein Geheimtip, wenn es um urbane Kunst im Raum Berlin geht. Was zunächst nach dem nächsten genialen Vorhaben eines x-beliebigen StreetArtists klingen mag, ist anderen als Galerie und Atelier im Herzen Friedrichshains bekannt, wo man gern auch öfter einkehrt.<br />
 September vergangenen Jahres war es still um die Ausstellungsräume in der Gärtnerstraße geworden, doch letzten Freitag öffnete der <a href="http://www.superplan.net/">Superplan</a> wieder seine Pforten und war gleich mit einem Highlight zurück: Die Ausstellung „Nix Krise“, die Arbeiten dreißig namhafter StreetArtists versammelt, zeigt unmissverständlich, dass die Wirtschaftskrise der UrbanArt-Szene nichts anhaben konnte. Offensichtlich eine Veranstaltung, auf die man eine Auge werfen sollte.</p>
<p><span id="more-990"></span></p>
<p>Am interessantesten dürfte nämlich das Line-Up sein: Neben klassischen StreetArtists wie den allseits beliebten <a href="http://www.evoltaste.com/">Evol</a>, <a href="http://boxi.eu.com/">Boxi</a>, <a href="http://www.myspace.com/czarnobyl">Czarnobyl</a> oder <a href="http://www.flickr.com/photos/-sten-/">Sten &amp; Lex</a>, gehören auch Maler und Zeichner wie etwa <a href="http://www.johanpotma.com/">Johan Potma</a> oder der hier in Berlin überschwänglich gefeierte <a href="http://www.mateo-art.com/">Mateo</a> zum Aufgebot der Ausstellung. Zudem haben auch einige Sprayer ihre Werke beigesteuert, unter ihnen die <a href="http://www.flickr.com/photos/zonenkinder/">Zonenkinder</a>, <a href="http://www.ronzo.co.uk">Ronzo</a> und die <a href="http://www.majobrothers.de">Majo Brothers</a>.<br />
 Zu meinen absoluten Favoriten aber zählen der einzigartige <a href="http://loganhicks.com/">Logan Hicks</a>, <a href="http://www.superplan.net/content/ex/extras/ex_06/ex_06_extra.php?img=1&amp;display=lisagould">Lisa von Billerbeck &amp; Gould</a> (Veranstalterseite) und <a href="http://latlas.net/">L‘Atlas</a> – von allen wird man in „Nix Krise“ neue Arbeiten zu sehen bekommen.</p>
<p class="absatztrenner"> </p>
<p>Alle gezeigten Werke stehen zum Verkauf, dürften jedoch nur für zahlungskräftige Interessenten ernsthaft in Frage kommen.<br />
 Sei’s drum: „Nix Krise“ kann noch bis zum 27. März im <a href="http://www.superplan.net/">Superplan</a> in der Gärtnerstraße 33a bestaunt werden. Ich für meinen Teil werde heute Abend hingehen und fleißig knipsen. Wer auf die Bilder nicht warten möchte, kann sich auch <a href="http://www.ekosystem.org/forum/viewtopic.php?f=14&amp;t=5829&amp;start=0">im Forum von Ekosystem</a> einen Vorgeschmack bekommen.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Powered by Google</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 11:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Ad-Busting]]></category>
		<category><![CDATA[Poster]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.filippominelli.com/foto/google1.JPG"><img class="aligncenter" title="Filippo Minelli:Google Landscapes" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/filippo_minelli_01.jpg" alt="Filippo Minelli:Google Landscapes" width="478" height="357" /></a><span class="copy">"Google Landscapes", © <a href="http://www.filippominelli.com">Filippo Minelli</a></span></p>

<p>Manchmal kann man bei der Recherche einen echten Gassenhauer entdecken: Schon mal nach "<a href="http://www.google.de/search?hl=de&#38;q=Internetmonopolist">Internetmonopolist</a>" gegooglet? Irgendwie eigenartig: Google liefert auf diese Anfrage vor allen Dingen Seiten, die die Suchmaschine selbst mit diesem Titel versehen. Ein bezeichnendes Ergebnis, denn wenn man sich einmal umschaut, wird man schnell erkennen, dass die kalifornische Firma das Web in bedenklichem Umfange dominiert. Das hat auch <a href="http://www.filippominelli.com/">StreetArtist Filippo Minelli</a> erkannt und den Monopolisten gekonnt karikiert.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.filippominelli.com/foto/google1.JPG"><img class="aligncenter" title="Filippo Minelli:Google Landscapes" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/filippo_minelli_01.jpg" alt="Filippo Minelli:Google Landscapes" width="478" height="357" /></a><span class="copy">„Google Landscapes“, © <a href="http://www.filippominelli.com">Filippo Minelli</a></span></p>
<p>Manchmal kann man bei der Recherche einen echten Gassenhauer entdecken: Schon mal nach „<a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=Internetmonopolist">Internetmonopolist</a>“ gegoogelt? Irgendwie eigenartig: Google liefert auf diese Anfrage vor allen Dingen Seiten, die die Suchmaschine selbst mit diesem Titel versehen. Ein bezeichnendes Ergebnis, denn wenn man sich einmal umschaut, wird man schnell erkennen, dass die kalifornische Firma das Web in bedenklichem Umfange dominiert. Das hat auch <a href="http://www.filippominelli.com/">StreetArtist Filippo Minelli</a> erkannt und den Monopolisten gekonnt karikiert.</p>
<p><span id="more-761"></span></p>
<p>Die Idee ist so einfach wie grandios: Minelli dekoriert seine Umgebung mit einfachen Postern und okkupiert diese für frei erfundene Google-Dienste, sodass dann Kirchen zum Teil von „Google Answers“ und Pipelines von „Google Energy“ einverleibt werden. So unterhaltsam <a href="http://www.filippominelli.com/google.html">die bisher siebzehnteilige Reihe</a> auch ist, der Hintergrund ist ernst: Denn die Google Inc. spielt im Internet eine bedrohlich große Rolle.</p>
<p><a href="http://www.filippominelli.com/foto/google17.jpg"><img class="aligncenter" title="Filippo Minelli: Google Illusions" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/filippo_minelli_02.jpg" alt="" width="444" height="588" /></a><span class="copy">„Google Illusions“, © <a href="http://www.filippominelli.com">Filippo Minelli</a></span></p>
<p>Der Online-Riese bietet derzeit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Google_products#Web_products">83 verschiedene Internetdienste</a> an, die durch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Google_products#Desktop_products">zwanzig zumeist eigenständige Programme</a> für Windows und andere Betriebssysteme, das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Phone">firmeneigene Smartphone</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Google_products#Mobile_products">17 Handy-Anwendungen</a> ergänzt werden. Zu den größten Armen des Internetkraken zählen GoogleEarth, der eigene Browser GoogleChrome und GoogleMail. Doch nicht alle Dienste weisen durch ihren Namen auf ihre Zugehörigkeit zum Weltkonzern hin: Zu den bekanntesten Abkömmlingen, die lieber inkognito bleiben möchten, dürften wohl YouTube, AOL, Picasa und auch Blogger gehören.<br />
 Durch diese vielfache Vorreiterstellung kann der riesige Firmenkomplex Tag für Tag eine unvorstellbare Datenmenge über das Verhalten und die Vorlieben seiner User sammeln. Die Gefahr für Missbrauch ist enorm, doch letztlich kann niemand genau sagen, was hinter den Mauern des Imperiums aus Mountain View, Kalifornien geschieht.</p>
<p><a href="http://www.filippominelli.com/foto/google5.JPG"><img class="aligncenter" title="Filippo Minelli: Google Famine" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0903/filippo_minelli_03.jpg" alt="" width="478" height="336" /></a> <span class="copy">„Google Famine“, © <a href="http://www.filippominelli.com">Filippo Minelli</a></span></p>
<p>Höchste Zeit, dass darauf aufmerksam gemacht wird. Internetseiten wie <a href="http://www.google-watch.org/">Google Watch</a> oder der <a href="http://www.googlewatchblog.de/">GoogleWatchBlog</a> tragen zur Aufklärung bei, doch auch außerhalb der Internetwelt steigt das Interesse für die Machenschaften des Konzerns. Erst kürzlich ging die Kunde vom <a href="http://www.gzzglz.com/">neusten Projekt von ZEVS</a> um, jetzt schließt sich auch Minelli der immer größer werdenden Schar der Google-Kritiker an.</p>
<p>Seine Poster finden sich in ganz Europa wieder, manche haben es sogar bis zur Großen Mauer, nach Ulan Bator oder New York geschafft und künden auch dort von der weltumspannenden Macht des Firmenimperiums. Laut seiner Webseite ist das Projekt noch nicht abgeschlossen, weitere Poster sollen folgen.</p>
<p>Man darf also gespannt sein. Sobald es sehenswerte Neuigkeiten gibt, werde ich darüber berichten!</p>]]></content:encoded>
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		<title>Streetart für daheim</title>
		<link>http://www.castor-und-pollux.de/2009/02/streetart-fuer-daheim/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 11:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenkaktion]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/freeart08/3086708928/"><img class="aligncenter" title="Flyer der Free Art Show" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0902/free_art_show.jpg" alt="" width="371" height="515" /></a><span class="copy">Flyer der "Free Art Show", © <a href="http://infoladen-wilhelmsburg.nadir.org/">Infoladen Wilhelmsburg</a></span></p>
<p>StreetArt richtet sich ja traditionell an ein breites Publikum, seltener an einzelne Personen. So hat es auch den <a href="http://www.myspace.com/nomad_yesmad">Berliner StreetArtist Nomad</a> anfangs verärgert, wenn seine Werke innerhalb kürzester Zeit vom Fleck weg abmontiert wurden, um das ein oder andere Wohnzimmer zu schmücken. Ich muss gestehen, ich fühle mich auch hin und wieder versucht, mir etwas einzupacken, aber zum Glück gibt es hin und wieder die Möglichkeit, dieses Problem finanziell zu lösen (exemplarisch sei <a href="http://www.myspace.com/kindermassive">kindermassive</a> genannt).</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit bietet die <a href="http://infoladen-wilhelmsburg.nadir.org/Main/Termine">Free Art Show im Hamburger Infoladen Wilhelmsburg</a>: Noch bis zum 27. Februar kann jedermann seine Werke einschicken; ob groß oder klein, Aufkleber oder Stencil, Papier oder Styropor - alles wird vom 28. Februar bis 14. März ausgestellt. Gerade für Neulinge auf dem Gebiet ist die Ausstellung eine gute Gelegenheit, ihre Werke dem Publikum zu zeigen und damit auf sich aufmerksam zu machen. Zudem wird von jeder Einsendung ein Foto bei flickr hochgeladen.<br />
 Der große Kracher: Ab dem 7. März kann jeder Besucher die schönsten Stücke unentgeltlich mit nach Hause nehmen.</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/freeart08/3086708928/"><img class="aligncenter" title="Flyer der Free Art Show" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0902/free_art_show.jpg" alt="" width="371" height="515" /></a><span class="copy">Flyer der „Free Art Show“, © <a href="http://infoladen-wilhelmsburg.nadir.org/">Infoladen Wilhelmsburg</a></span></p>
<p>StreetArt richtet sich ja traditionell an ein breites Publikum, seltener an einzelne Personen. So hat es auch den <a href="http://www.myspace.com/nomad_yesmad">Berliner StreetArtist Nomad</a> anfangs verärgert, wenn seine Werke innerhalb kürzester Zeit vom Fleck weg abmontiert wurden, um das ein oder andere Wohnzimmer zu schmücken. Ich muss gestehen, ich fühle mich auch hin und wieder versucht, mir etwas einzupacken, aber zum Glück gibt es hin und wieder die Möglichkeit, dieses Problem finanziell zu lösen (exemplarisch sei <a href="http://www.myspace.com/kindermassive">kindermassive</a> genannt).</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit bietet die <a href="http://infoladen-wilhelmsburg.nadir.org/Main/Termine">Free Art Show im Hamburger Infoladen Wilhelmsburg</a>: Noch bis zum 27. Februar kann jedermann seine Werke einschicken; ob groß oder klein, Aufkleber oder Stencil, Papier oder Styropor – alles wird vom 28. Februar bis 14. März ausgestellt. Gerade für Neulinge auf dem Gebiet ist die Ausstellung eine gute Gelegenheit, ihre Werke dem Publikum zu zeigen und damit auf sich aufmerksam zu machen. Zudem wird von jeder Einsendung ein Foto bei flickr hochgeladen.<br />
 Der große Kracher: Ab dem 7. März kann jeder Besucher die schönsten Stücke unentgeltlich mit nach Hause nehmen.</p>
<p><span id="more-541"></span></p>
<p>Das Konzept ist nicht neu: Seit etwas mehr als einem Jahr finden regelmäßig und an verschiedenen Orten rund um den Globus ähnliche Ausstellungen unter dem Titel „<a href="http://flickr.com/groups/itsyourstakeit/">It’s yours, take it</a>“ statt. Auch hier kann jeder seine Kunstwerke einsenden, häufig werden Vorgaben für Form und Farbwahl angegeben. Der einzige Unterschied (und das ist schon ein wenig schade): Von der ersten Sekunde an können die Bilder mitgenommen werden, im Gegensatz zur Free Art Show gibt es keine dafür auch keine Begrenzung. Denn dort darf jeder Besucher maximal zwei Werke mitnehmen.</p>
<p>Erfreulich ist aber, dass die Macher von „It’s yours, take it“ diesen Frühling zum mittlerweile vierten Male einen Abstecher nach Deutschland machen wollen, sodass man sich innerhalb kurzer Zeit an gleich zwei StreetArt-Ausstellungen und –Verschenkespielchen erfreuen können wird. Für das Original sind zwar bisher weder Ort noch Zeit bekannt, aber im Laufe des März dürfte die neuste Auflage von IYTI stattfinden.<br />
 Atemberaubende Kunstwerke sollte man nicht erwarten, doch wer noch etwas für die heimischen vier Wände sucht, dem sei zu einem Besuch geraten – und wer seine Werke unter’s Volk mischen will, kann sie noch bis 27. Februar bzw. 6. März einsenden!</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>DIY Moos-Graffiti</title>
		<link>http://www.castor-und-pollux.de/2009/01/diy-moos-grafitti/</link>
		<comments>http://www.castor-und-pollux.de/2009/01/diy-moos-grafitti/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 19:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Graffiti]]></category>
		<category><![CDATA[Moos]]></category>
		<category><![CDATA[Schablone]]></category>
		<category><![CDATA[Stencil]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.castor-und-pollux.de/?p=169</guid>
		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.crosshatchling.co.uk/MossengerII.html"><img class="aligncenter" title="El &#38; Abe: Watch your skin peel" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0901/el_and_abe.jpg" alt="El &#38; Abe: Watch your skin peel" width="392" height="294" /></a><span class="copy">"Watch your skin peel", © <a href="http://www.crosshatchling.co.uk/">El &#38; Abe</a></span></p>
<p>In der internationalen UrbanArt-Szene ist Moos als Farbersatz und - viel wichtiger - als wachsendes und sich ausbreitendes Material schon länger bekannt. Dennoch fristet es nach wie vor ein Schattendasein, besonders hierzulande ist man noch nicht so recht auf seine Vorzüge aufmerksam geworden. Zumindest meine Recherche beim <a href="http://www.woostercollective.com/">Wooster Collective</a> und bei <a href="http://www.reclaimyourcity.net/">Reclaim your city</a> blieb so gut wie erfolglos.<br />
 Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Warum also nicht selbst die Initiative ergreifen und die Heimatstadt mit eigenen Moos-Kreationen verzieren?</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.crosshatchling.co.uk/MossengerII.html"><img class="aligncenter" title="El &amp; Abe: Watch your skin peel" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0901/el_and_abe.jpg" alt="El &amp; Abe: Watch your skin peel" width="392" height="294" /></a><span class="copy">„Watch your skin peel“, © <a href="http://www.crosshatchling.co.uk/">El &amp; Abe</a></span></p>
<p>In der internationalen UrbanArt-Szene ist Moos als Farbersatz und – viel wichtiger – als wachsendes und sich ausbreitendes Material schon länger bekannt. Dennoch fristet es nach wie vor ein Schattendasein, besonders hierzulande ist man noch nicht so recht auf seine Vorzüge aufmerksam geworden. Zumindest meine Recherche beim <a href="http://www.woostercollective.com/">Wooster Collective</a> und bei <a href="http://www.reclaimyourcity.net/">Reclaim your city</a> blieb so gut wie erfolglos.<br />
 Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Warum also nicht selbst die Initiative ergreifen und die Heimatstadt mit eigenen Moos-Kreationen verzieren?</p>
<p><span id="more-169"></span></p>
<p class="absatztrenner"> </p>
<h4>Das Rezept:</h4>
<ul>
<li>eine Handvoll Moos, z.B. aus den Fugen eines gepflasterten Gehweges – zu finden in schattiger Umgebung</li>
<li>einen Teelöffel Zucker</li>
<li>eine Flasche Bier</li>
<li>einen (möglichst leistungsstarken) Mixer</li>
<li>ein geeignetes Behältnis sowie ein geeignetes Mittel zum Aufbringen auf die Wand (s.u.)</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Zu allererst braucht man gutes Moos. Das übliche Moos aus den Gehwegsfugen sollte nach Möglichkeit saftig grün sein. Man kann natürlich auch anderes Moos, etwa aus dem Waldstück um die Ecke oder aus dem heimischen Garten nehmen, aber unter Umständen wächst dieses dann später nicht in der gewünschten Schnelligkeit. Hier liegt jedenfalls der große Vorteil des gemeinen Stadtmooses, es wächst einfach überall und ziemlich rasch – wuchert aber auch schnell aus der gewünschten Form heraus.<br />
 Wenn man seine Auswahl getroffen hat, braucht man nur noch eine gute Handvoll davon einzusammeln und es grob von der Erde und kleinen Steinchen zu befreien. Man gibt das Bier und den Zucker in den Mixer und fügt später das Moos hinzu. Diese Mischung wird bei hoher Umdrehungszahl so lange durchgemixt, bis eine möglichst klumpenfreie, cremige Flüssigkeit entstanden ist.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.mosstika.com/out/mta-subway/"><img class="aligncenter" title="Edina Tokodi, Jozséf Vályi-Tóth: Metromoss" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0901/tokodi_valyi.jpg" alt="Edina Tokodi, Jozséf Vályi-Tóth: Metromoss" width="471" height="315" /></a><span class="copy">„Metromoss“, © Edina Tokodi, <a href="http://www.mosstika.com/">Jozséf Vályi-Tóth</a></span></p>
<p>Das Gebräu wird nun in ein geeignetes Behältnis, wie etwa ein Schraubglas, eingefüllt und kann dann mit einem Pinsel oder einer Farbrolle sorgsam auf die Wand aufgebracht werden. Alternativ kann man auch mit einer zuvor angefertigten Schablone arbeiten und drüberrollen oder sich ein passendes Sprühsystem ausdenken (Vielleicht mithilfe der altbekannten Mentos/Cola-Variante und eines kleinen, an eine Flasche angebrachten Aquarienschlauchs). Wer es etwas wilder mag, kann die Flüssigkeit aber auch in Luftballons füllen und damit die Wände bewerfen.<br />
 Am besten bringt man das Moos auf Wände an, die im Schatten liegen bzw. nach Norden ausgerichtet sind, feuchte Ecken sind natürlich noch besser. Nach Möglichkeit sollte man jedoch nach ein paar Tagen noch einmal zum Ort des Geschehens zurückkehren und bei Bedarf das Moos ein wenig anfeuchten. Wer sicher gehen will, dass das Moos auch in der gewünschten Pracht anwächst oder schlicht keine Zeit hat, ewig lang die Wand einzupinseln, kann natürlich auch daheim alles vorbereiten und dann das Moos in Form von Stickern in der Stadt verteilen.</p>
<p class="absatztrenner"> </p>
<p><em>Was hältst du von dieser eher spärlich genutzten Variante der StreetArt? Hast du vielleicht schon selbst Moos-Graffiti in den Straßen deiner Heimatstadt entdecken können? Vielleicht sogar so gelungene Beispiele wie von <a href="http://www.crosshatchling.co.uk/">El&amp;Abe</a>? Schreib deinen <a href="http://www.castor-und-pollux.de/2009/01/diy-moos-grafitti/#respond">Kommentar</a> dazu!<br />
 </em></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wo wir davon sprachen…</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 16:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[UrbanArt]]></category>
		<category><![CDATA[Ad-Busting]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/epoxy_one/3174397295/in/set-72157612253670730/"><img class="aligncenter" title="Epoxy: Ad-Busting im U-Bahnhof Markgrafendamm" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0901/epoxy.jpg" alt="Epoxy: Ad-Busting im U-Bahnhof Markgrafendamm" width="469" height="378" /></a><span class="copy">© <a href="http://www.flickr.com/photos/epoxy_one/">epoxy</a></span></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/epoxy_one/3174397295/in/set-72157612253670730/"><img class="aligncenter" title="Epoxy: Ad-Busting im U-Bahnhof Markgrafendamm" src="http://www.castor-und-pollux.de/img/0901/epoxy.jpg" alt="Epoxy: Ad-Busting im U-Bahnhof Markgrafendamm" width="469" height="378" /></a><span class="copy">© <a href="http://www.flickr.com/photos/epoxy_one/">epoxy</a></span></p>
<p>Eben noch ging es um die <a href="http://www.castor-und-pollux.de/2009/01/ad-busting-oder-neue-werbemasche/">Adaptation des Ad-Bustings</a> durch einen Filzstifthersteller, jetzt machen Fotos aus Berlin die Runde:<br/>Die Berliner StreetArtists <a href="http://www.flickr.com/photos/epoxy_one/">Epoxy</a>, <a href="http://www.flickr.com/photos/31192713@N03/">Mr Talion</a> und Baveux &amp; Kone haben eine Werbetafel in der U-Bahnstation Kaiserdamm mit Fenstern aus Photoshop verziert. Ich denke, <a href="http://www.flickr.com/photos/epoxy_one/sets/72157612253670730/">die restlichen neun Bilder</a> sprechen für sich…</p>]]></content:encoded>
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