Urbane Interventionen

The Wa in der Hamburger HafenCity

Blick auf die Hamburger HafenCityBlick auf die Hamburger HafenCity

Es kommt eher selten vor, dass ich ungefragt zugesendete Newsletter und Presseinformationen zum Anlass nehme, tatsächlich darüber zu schreiben. Im vorliegenden Fall ist das aus diversen Gründen etwas anders, denn ich bekam eine Mail zur kommenden Guerilla-Aktion des StreetArtist The Wa, den die meisten Berliner für „Wrong World“ kennen dürften. Dieses Mal dürfen sich allerdings die Hamburger unter euch freuen, denn The Was nächste Aktion „Switch sense“ soll in der HafenCity stattfinden.

Was genau geplant ist, weiß bisher keiner, man darf aber erwartungsvoll sein, schließlich zeichnete sich The Wa in der Vergangenheit durch einen recht sozialkritischen Ton in seinen Arbeiten aus. Da wurden Stretchlimousinen mit großformatigen Aufklebern à la „Geben Sie das Rauchen auf“ verziert oder mit riesigen „Bitte keine Reklame“-Schildern städtische Werbetafeln überklebt. Was die Anwesenden bei „Switch sense“ erwartet, ist ungewiss, doch wird die Aktion dem Newsletter nach zu urteilen wohl dem umstrittenen Großprojekt HafenCity gewidmet sein.


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Der etwas andere Wahlkampf

Wahlplakate, die ein wenig über die Stränge schlagen

Auktionshaus BundestagswahlMeine Einsendung, „Auktionshaus Bundestagswahl“

Die Bundestagswahl naht mit großen Schritten, nur noch ein wenig mehr als ein Monat bis Millionen Deutsche an die Urnen treten. Der Wahlkampf ist längst eröffnet und wie so üblich pflastern mehr oder minder gelungene Wahlplakate der hoffnungsvollen Kandidaten die bundesdeutschen Großstädte. Also eine Ausgangslage, die wie geschaffen für den gemeinen Ad-Buster ist.

Grund genug für Alain von rebel:art, daraus einen Wettbewerb zu machen, bei dem jeder aufgerufen ist, seine Ideen einzusenden. Einige gelungene Beispiele sind auf der Seite schon zu sehen und ich bin gespannt, welche Entwürfe das Rennen machen. Seid dabei, werft Photoshop an und werdet kreativ!


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Urban Affairs Extended

Jetzt auch mit zeitgenössischer Kunst

Eindruck von der Urban Affairs 08Eindruck von der Urban Affairs 08

Ich hatte ja bereits vor ziemlich genau zwei Monaten frohlockt: die diesjährige Urban Affairs bleibt in Berlin und zieht doch nicht nach Warschau um. Damals sickerte auch schon aus internen Kreisen durch, dass man bei der Wahl der Räumlichkeit die vergangene Location, die Brauerei Friedrichshöhe, noch einmal toppen würde und den neusten Stern am Berliner StreetArt-Himmel, nämlich das Stattbad Wedding auserkoren hätte. Mittlerweile ist mehr bekannt geworden und so kann man ab Mittwoch auf der Urban Affairs Extended Einiges entdecken.


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Städtischer Pragmatismus

StreetArt von Harmen de Hoop

Harmen de Hoop: Replaced dustbin„Replaced dustbin“, © Harmen de Hoop

Bisher war es eher die Ausnahme: funktionale StreetArt, also Kunst im öffentlichen Raum, die nicht nur hübsch anzusehen ist und zum Denken anregt, sondern zudem dem Betrachter einen Handlungsspielraum offen lässt. Auch dreidimensionale Kunst ist bisweilen nur gelegentlich in den Metropolen anzutreffen, doch glücklicherweise gibt es Einzelpersonen, die sich dieser Sparte verschrieben haben. Einer von ihnen ist das niederländische Vielseitigkeitstalent Harmen de Hoop, dessen Installationen ihre Umgebung um oft unerwartete Funktionen ergänzen.


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StreetArt im Auftrag von adidas

Ein Blick auf die Werbestrategie des Firmengiganten

adidas-Stencilvia)

Guerilla-Marketing ist schon seit einigen Jahren in Mode, jede Marke, die etwas auf sich hält, muss auf den Zug aufspringen und ihre Produkte in einem vermeintlich hippen Licht darstellen. Zu den Big Playern im Geschäft gehört auch adidas. Das weltweit agierende Unternehmen aus dem beschaulichen Herzogenaurach platziert seine Werbung im Umfeld jener Zielgruppe, die „eine der lebendigsten und einflussreichsten Jugendkulturen“ darstelle; im Herzen der StreetArt-Gemeinde. Dass diese jedoch von den Bemühungen des Sportartikelherstellers nichts wissen will, ist in der Werbeabteilung des mittelfränkischen Unternehmens scheinbar noch nicht angekommen.


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„Nix Krise“: StreetArt in Berlin

30 Künstler von Rang und Namen stellen aus

Galerieansicht aus "Nix Krise"Galeriansicht aus „Nix Krise“, © just.ekosystem.org

Der Superplan ist schon länger ein Geheimtip, wenn es um urbane Kunst im Raum Berlin geht. Was zunächst nach dem nächsten genialen Vorhaben eines x-beliebigen StreetArtists klingen mag, ist anderen als Galerie und Atelier im Herzen Friedrichshains bekannt, wo man gern auch öfter einkehrt
September vergangenen Jahres war es still um die Ausstellungsräume in der Gärtnerstraße geworden, doch letzten Freitag öffnete der Superplan wieder seine Pforten und war gleich mit einem Highlight zurück: Die Ausstellung „Nix Krise“, die Arbeiten dreißig namhafter StreetArtists versammelt, zeigt unmissverständlich, dass die Wirtschaftskrise der UrbanArt-Szene nichts anhaben konnte. Offensichtlich eine Veranstaltung, auf die man eine Auge werfen sollte.


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Powered by Google

Eine Glosse auf den Internetmonopolisten

Filippo Minelli:Google Landscapes„Google Landscapes“, © Filippo Minelli

Manchmal kann man bei der Recherche einen echten Gassenhauer entdecken: Schon mal nach „Internetmonopolist“ gegooglet? Irgendwie eigenartig: Google liefert auf diese Anfrage vor allen Dingen Seiten, die die Suchmaschine selbst mit diesem Titel versehen. Ein bezeichnendes Ergebnis, denn wenn man sich einmal umschaut, wird man schnell erkennen, dass die kalifornische Firma das Web in bedenklichem Umfange dominiert. Das hat auch StreetArtist Filippo Minelli erkannt und den Monopolisten gekonnt karikiert.


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Streetart für daheim

Free Art Show in Hamburg

Flyer der „Free Art Show“, © Infoladen Wilhelmsburg

StreetArt richtet sich ja traditionell an ein breites Publikum, seltener an einzelne Personen. So hat es auch den Berliner StreetArtist Nomad anfangs verärgert, wenn seine Werke innerhalb kürzester Zeit vom Fleck weg abmontiert wurden, um das ein oder andere Wohnzimmer zu schmücken. Ich muss gestehen, ich fühle mich auch hin und wieder versucht, mir etwas einzupacken, aber zum Glück gibt es hin und wieder die Möglichkeit, dieses Problem finanziell zu lösen (exemplarisch sei kindermassive genannt).

Eine weitere Möglichkeit bietet die Free Art Show im Hamburger Infoladen Wilhelmsburg: Noch bis zum 27. Februar kann jedermann seine Werke einschicken; ob groß oder klein, Aufkleber oder Stencil, Papier oder Styropor – alles wird vom 28. Februar bis 14. März ausgestellt. Gerade für Neulinge auf dem Gebiet ist die Ausstellung eine gute Gelegenheit, ihre Werke dem Publikum zu zeigen und damit auf sich aufmerksam zu machen. Zudem wird von jeder Einsendung ein Foto bei flickr hochgeladen.
Der große Kracher: Ab dem 7. März kann jeder Besucher die schönsten Stücke unentgeltlich mit nach Hause nehmen.


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DIY Moos-Graffiti

Initiative zur Begrünung urbaner Flächen

El & Abe: Watch your skin peel„Watch your skin peel“, © El & Abe

In der internationalen UrbanArt-Szene ist Moos als Farbersatz und – viel wichtiger – als wachsendes und sich ausbreitendes Material schon länger bekannt. Dennoch fristet es nach wie vor ein Schattendasein, besonders hierzulande ist man noch nicht so recht auf seine Vorzüge aufmerksam geworden. Zumindest meine Recherche beim Wooster Collective und bei Reclaim your city blieb so gut wie erfolglos.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Warum also nicht selbst die Initiative ergreifen und die Heimatstadt mit eigenen Moos-Kreationen verzieren?


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Wo wir davon sprachen…

Ad-Busting im U-Bahnhof Kaiserdamm

Epoxy: Ad-Busting im U-Bahnhof Markgrafendamm© epoxy


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