25. Oktober 2009
The beauty of death
Ohne Titel (aus „Post mortem“), © Patrik Budenz
Es gibt Dinge, Orte, Themen im Leben, die wegen ihrer teils unangenehmen, teils befremdlichen Natur verdrängt und ignoriert werden. Dies betrifft insbesondere alles, was mit dem Sterben oder dem Tod zu tun hat – es erinnert uns an unser eigenes Schicksal und es scheint, nur durch die Verdrängung einer Auseinandersetzung vermöge man sich wieder auf das Hier und Jetzt besinnen zu können. Dieser Gedanke ist allerdings nicht zu Ende gedacht, denn das künstliche Ausgrenzen dieses Themas hüllt es gleichzeitig in einen dunklen Schleier der Unwissenheit.
Durch meine Zivildienstzeit auf einer Palliativstation und die Möglichkeit des Studiums, ein Praktikum in den universitären und städtischen gerichtsmedizinischen Instituten Berlins zu absolvieren, habe ich mittlerweile einen anderen Blick auf das Thema gewonnen. Der Tod gehört letztlich zum Leben dazu und wie tragisch und dramatisch er auch kommen mag, oftmals lässt sich im Detail eine gewisse Ästhetik, im unmenschlich anmutenden eine ganz natürliche Note erkennen.
Dann stolperte ich kürzlich über einige der Arbeiten des Berliner Fotografen Patrik Budenz, der eben diese subtilen Momente einfängt. Mein Interesse war spätestens dann geweckt, als ich die Mitarbeiter, die Räume und das Inventar des Berliner Landesinstituts für Rechtsmedizin wiedererkannte, denn für Budenz wurde offensichtlich die große Ausnahme gemacht, dass er in dieser streng vertraulichen und sensiblen Atmosphäre seine Fotos anfertigen durfte. Was folgt, ist eine erstaunlich realistische Darstellung dessen, was Rechtsmedizinern und Bestattern ein alltägliches Bild bietet – sensiblen Personen möchte ich trotz des schonungslosen Umgangs den Rest des Artikels anempfehlen.
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