Archiv der Kategorie „Berlin“


Cold Turkey

Geheimnisvolle Aktion des KW Institutes

Flyer für „Cold turkey“
E-Mail-Vorabmeldungen gehören zum Tagesgeschäft in der Galerienszene. Oftmals sind die Nachrichten nicht der Rede wert, doch soeben erhielt ich eine geheimnisvoll anmutende Mail des KW Institute for Contemporary Arts, aus der ich partout nichts entnehmen kann:
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Vector Lounge geht in zweite Runde

Internationales Battle im Impro-Zeichnen

Flyer für die Vector LoungeFlyer für die Vector Lounge (Typo: DIN-Black Italic)

So kann es gehen: Da überfliegt man kurz einen Text über eine neuartige Veranstaltung, gibt der Sache zehn Sekunden Zeit, um das Interesse zu wecken, urteilt schnell und somit ist die Angelegenheit auch wieder erledigt. Etwa zwei Monate später springt einem dann ein Flyer mit hübscher Typo ins Auge, also liest man auch den dazugehörigen Text und bemerkt, dass man vielleicht beim ersten Mal nicht so voreilig entschieden haben sollte.

So heute geschehen, als mein Feedreader mir vom kommenden Programm der West Berlin Gallery kündete, der zweiten Ausgabe der Vector Lounge. Das Konzept ist einfach wie vielversprechend: Zwei Teams – eines aus Berlin und eines aus Paris –, bestehend aus Grafikdesignern und Illustratoren, treffen in einem One-on-One-Battle via Internet aufeinander und entwerfen live und simultan innerhalb von dreißig Minuten ein Illustration zu einem vorgegebenem Thema. Natürlich kann jeder Interessierte dabei sein und bei Musik und Ausschank sein Team anfeuern – und das auch noch ohne Eintritt!


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Abendschule für Kunstverständnis

Über die neue Veranstaltungsreihe im KW Institute

Flyer: Abendschule: Vergleichendes Sehen. HeuteFlyer (via)

Soeben flatterte eine Mail in mein Postfach, die ich fast schon in die Tiefen des Spamordners verbannt hätte. Allerdings überzeugte das beworbene Konzept auf Anhieb und so will ich euch die Neuigkeit nicht vorenthalten:

Das KW Institute for Contemporary Art lädt von morgen bis zum 17. Dezember immer dienstags und donnerstags zu insgesamt fünf Teilen einer neuen Veranstaltungsreihe unter dem Namen „Abendschule: Vergleichendes Sehen. Heute“ ein. An jenen Abenden wird man sich einem Instrument widmen, dass so alt wie zeitlos ist, dem Vergleichenden Sehen.

Dabei werden zwei Werke nebeneinander an die Wand projeziert um dann – eben vergleichend – betrachtet zu werden. Mag sein, dass das jetzt die meisten Kunststudenten nicht vom Hocker haut, doch für nicht-professionelle Kunstenthusiasisten wie mich klingt das sehr interessant. Denn die „Abendschule“ will dies anders gestalten, sie holt „diese wissenschaftliche Praktik in den Ausstellungskontext, befreit sie vom doktrinären Gebrauch und stellt die Vorgehensweise in Frage. Sie fordert zu unerwarteten Versuchsanordnungen auf und gibt Raum für die Methodik stützende oder stürzende Vergleiche.


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Von den Grenzen der Wahrnehmung

Ausstellung im KW Institute for Contemporary Arts

John Baldessari: Time/Temperature„Time/Temperature“, © John Baldessari

Wahrnehmung ist eine überaus komplexe Sache, nicht nur aus medizinischer und psychologischer Sicht. Auch die verschiedenen Teilgebiete und Schulen der Philosophie haben ihre eigenen Ideen und Vorstellungen von der Wahrnehmung und der Kognition, also der Verarbeitung der wahrgenommenen Daten, entwickelt.

Der (moderne) Mensch indes hat es geschafft die physiologischen Grenzen seiner Wahrnehmung zu erweitern und mithilfe von Technik und Medizin diese Errungenschaften auch im Alltag einzusetzen. Im einfachsten Falle sind das Brille und Hörgerät, aber auch Fernseher, Antenne und Stromuhr sind Instrumente, die für uns Größen erfassen und messen, die wir durch eigenes Unvermögen wesentlich schlechter oder gar nicht wahrnehmen würden. Den Folgen – und vor allen Dingen den Komplikationen –, die daraus entstehen, widmet sich ab Sonnabend eine recht vielversprechende Ausstellung im KW Institute for Contemporary Arts.


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Winterliche Kunsttermine

Neues im Berliner Kunstkalender

via flickr(via)

Die Uhren zeigen eine neue Zeit an, die Tage erreichen bald ihr Höchstmaß an Dunkelheit und was liegt da näher, als die trübe Stimmung mit ein wenig Kunst aufzuhellen? Je schlechter das Wetter, desto besser lässt es sich in Berlin Kunst erleben. Grund genug, die wichtigsten Termine dieses Winters ins Gedächtnis zu rufen:


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Kunstbörse Berlin

Kunstkäufer aller Länder, vereinigt euch

Paul Rascheja: Homecoming #1„Homecoming #1″, © Paul Rascheja (@ Kunstsalon)

Der Berliner Kunstmarkt ist derzeit nicht zu beneiden. Gut 370 Galeristen versammeln sich in diesen Tagen auf fünf unterschiedlichen Kunstmessen, um Werke bekannter, etablierter und auch aufstrebender Künstler nicht nur der großen Besucherschaft zu präsentieren, sondern natürlich auch zu verkaufen. Die Konkurrenz ist also so groß wie die Auswahl und wieder einmal verwandelt sich die Hauptstadt für ein paar Tage in den vermutlich größten Kunstumschlagsplatz Europas. Das kommt dem geneigten Käufer natürlich entgegen, denn auch auf diesem Markt gelten die Gesetze der Wirtschaft.

Ich für meinen Teil habe leider keine Zeit, mich dem Spektakel hinzugeben, das soll mich aber nicht davon abhalten, die fünf Messen und die vertretenen Galerien und Künstler vorzustellen. Allesamt können noch bis zum Sonntag besucht werden, ehe die Stadt wieder ein wenig die Ruhe der Wirtschaftskrise genießen kann.


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Polaroid is the new black

Das Revival eines Auslaufmodells

Philip Glaser: UntitledUntitled, © Philip Glaser

Es ist gerade einmal drei Monate her, da habe ich mich zu einer vermeintlich altmodischen und ausgestorbenen Polaroid-Kamera entschieden (eine SX-70 Land Camera 1000, für die, die es interessiert). Inspiriert durch die Arbeiten einiger beispielhaft zu nennender Künstler wie Aaron Feaver oder Mike Brodie sowie solch wunderbare Seiten wie Daily Polaroids, stand nur noch eBay zwischen mir und meinem nostalgischen Glück. Mittlerweile entdecken immer mehr Menschen den Charme des etwas eingestaubten Mediums und Läden wie Polapremium in der Brunnenstraße bedienen ein stetig wachsendes Segment.

Polaroidfotos erobern also so langsam die Herzen der Berliner und ambitionierte Projekte setzen alles daran, die längst ausgesetzte Produktion der speziellen Polaroidfilme wiederzubeleben. Diejenigen, die die teuren Filme ihr Eigen nennen, gehen damit wohlbedacht um und so entsteht mitunter sehenswerte Kunst wie die von Philip Glaser. Seit kurzem sind seine Fotografien in der Bilirubin Gallery zu bestaunen.


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What’s the colour of money?

EMESS in der ATM Gallery

Noch ein kleiner Einwurf: Seit vorgestern kann man in der kleinen, feinen ATM Gallery eine Werkschau des Berliner StreetArtist EMESS bewundern. „EMESS – wer ist das?“ wirst du jetzt vielleicht fragen. EMESS, das ist der Kerl, der bei der vorjährigen Urban Affairs und No Sugar for the Monkey pinke Gewehre in Beton goß und bei der Urban Affairs Extended Medusen und Banknoten in Szene setzte.

Mit ähnlicher Thematik geht es jetzt bei Arse To Mouth weiter. Denn dort werden auch EMESS‘ andere Stencils und Prints zum Thema Finanzkrise gezeigt, die sich durchaus sehen lassen können. Wie schon zuvor werden die Konterfeis diverser Banknoten satirisch aufbereitet und mit treffenden Passagen aus Songs wie „Can’t buy me love“ kombiniert.

Alle Daten auf dem obigen Flyer bzw. direkt bei ATM. Ausdrückliche Besuchsempfehlung!


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No more sugar for the monkey

Neuentdeckung im Wedding. Und 'ne Ausstellung.

No sugar for the monkeys(via)

Vergangene Woche fuhren ebbé, eine gute Freundin von ihr und ich in den Wedding und fanden uns vor den Türen einer leer stehenden Schwimmhalle, dem Stadtbad Wedding wieder. Direkt an der Panke gelegen thront dieser Betonkoloss dunkel über der Umgebung, doch an diesem Abend war der lange verlassene Bau erleuchtet.
Denn es ging in den Untergrund. Auf uns wartete ein krasser Rundgang durch die Katakomben, zwischen Rohren und Kesseln wollten die Kunstwerke der Ausstellung „No more sugar for the monkey“ entdeckt werden. Uns bot sich ein einmaliges Erlebnis, wie wir es nicht erwaret hätten.


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Groll und Enttäuschung

Freiherr von Knigge lässt grüßen

Janet Cardiff und George Bures Miller: The murder of crowsBlick auf die Installation, (via)

Ich habe eine Rüge auszusprechen.
Ich war heute im Hamburger Bahnhof und habe mir endlich mal die Soundinstallation „The murder of crows“ von Janet Cardiff und George Bures Miller angeschaut. Ich weiß, das war reichlich spät; durch Uni, Vergesslichkeit und Umzugsstress bin ich allerdings nicht eher dazu gekommen.

Die Installation war fantastisch. Monumental, orchestral – kurz: einmalig. In der Mitte der eigens dafür freigehaltenen Haupthalle stand eine Anzahl Klappstühle, um sie herum waren geschätzte hundert Lautsprecher aufgebaut, hingen von der Decke, standen auf dem Boden, zwischen den Stühlen und in einiger Entfernung, sodass sie wie ein Dunstnebel die Besucher in ihrer Mitte umgaben. Man fand sich in einer einer konzertierten Geräuschkulisse wieder, die ihre volle Wirkung erst durch die ausgeklügelte räumliche Anordnung und Dynamik ihrer Elemente entwickelte.

Das Sinnesfeuerwerk war einzigartig. Die Stimmung schwankte irgendwo zwischen Dramatik, Verängstigung und Einengung und zeitweilig fühlte ich mich an die schaudrigeren Interpretationen von Alice im Wunderland erinnert, was mich ja eh schon seit jeher gefesselt hat.
Es hätte für mich das bisher intensivste Kunsterlebnis sein können.


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