6. Februar 2009
Der Kindergarten in der Seifenblase
„bubblelecture M“, © Endo Shuhei Architect Institute
Ich muss sagen, im japanischen Maihara kann man es als Kind noch richtig gut haben. Denn wenn ich mich so an meine Kindheit und speziell an den Kindergarten zurückerinnere, dann denke ich an einen langweiligen Betonflachbau zurück, dessen Gestalt dank architektonischer Standardisierung quasi als Prototyp städtischer Kindertagesstätten galt – grau in grau und für kindliche Ansprüche total langweilig.
Bei der Planung des „bubbletecture M“, Arbeitstitel eines Kindergartens in der japanischen Provinz Shiga, verfolgte das Endo Shuhei Architecture Institute offensichtlich eine andere Philosophie: Das luftige Gebäude gleicht einer Seifenblasenkette und regt die Kinder durch seine großen und hohen Räume zu freiem und entdeckungsreichem Spiel an – ein Musterbeispiel psychologischen Einsatzes architektonischer Mittel.
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