Suche Kunst, biete eigene Marmelade

15. Juni 2010 von Matthias Planitzer
(via) Kunst ist nach landläufiger Meinung ein Teil der Hochkultur und daher auch i.d.R. etwas, wofür man viel Geld ausgeben muss. So verfestigt sich ein Vorurteil, das ich ja schon einmal mit konkreten Tips zum Kunsterwerb widerlegt habe. Nun bin ich auf eine weitere Möglchkeit gestoßen, wie man selbst mit einem kleinem Geldbeutel an Kunst für die eigenen vier Wände herankommt: Art Barter. Das Einzigartige: Bei Art Barter braucht es kein Geld - qualitative Kunst von etablierten Künstlern ist hier für alle da. Der Knaller: Art Barter kommt nach Berlin!

Art Barter 2010(via)

Kunst ist nach landläufiger Meinung ein Teil der Hochkultur und daher auch i.d.R. etwas, wofür man viel Geld ausgeben muss. So verfestigt sich ein Vorurteil, das ich ja schon einmal mit konkreten Tips zum Kunsterwerb widerlegt habe. Nun bin ich auf eine weitere Möglichkeit gestoßen, wie man selbst mit einem kleinem Geldbeutel an Kunst für die eigenen vier Wände herankommt: Art Barter.

Das Einzigartige: Bei Art Barter braucht es kein Geld – qualitative Kunst von etablierten Künstlern ist hier für alle da. Der Knaller: Art Barter kommt nach Berlin!

Das Konzept ist schnell erklärt:
Bei Art Barter werden die Kunstwerke nicht etwa gekauft, stattdessen werden die Künstler mit entsprechenden Gegenleistungen oder Tauschgegenständen entlohnt. Dazu werden die Arbeiten für einige Tage öffentlich ausgestellt und jeder Besucher kann ein „Gebot“ für ein Werk hinterlassen, das ihm gefällt. Oder gerne auch mehr. Die Gebote werden dann an den Künstler übermittelt, der dann eines – oder auch gar keines – annimmt. Es kommt zum Tausch und beide sind glücklich!

Der Clou: Die Bieter wissen nicht, von wem die Werke stammen. So wird gewährleistet, dass die Werke nicht des Namens, sondern der Qualität wegen getauscht werden. Erst nach Ende der Ausstellung werden die Namen bekanntgegeben und so kann sich jeder mit neuen Künstlern vertraut machen.

Vom 24. bis 27. Juni wird Art Barter erstmals nach Berlin kommen und die Besucher ins .HBC locken. Arbeiten von 25 in Berlin ansässigen und bereits am Kunstmarkt etablierten Künstlern werden einen neuen Besitzer finden. Es geht also nicht um Lieschen Müllers Laubsägearbeiten, es wartet hochwertige Kunst!

Nur um ein paar Namen zu nennen: Jonathan Monk, Documenta-Teilnehmer Saâdane Afif, Stephan Balleux, Jason Dodge, Yudi Noor uvm. werden vertreten sein!

In diesem Sinne: Überlegt schon mal, aus welchen Talenten ihr Nutzen schlagen oder welches eingestaubte Teil vom Dachboden ihr anbieten könnt. Sei es Strickarbeit, Butlerdienste oder Autowäsche, eine alte Carrera-Bahn, Papas Schallplattensammlung oder das alte Super Nintendo – jeder kann mitmachen!

Art Barter findet vom 24. bis 27. Juni
von 11.00 bis 20.00 bzw. am letzten Tag von 12.00 bis 21.00 Uhr
im .HBC in der Karl-Liebknecht-Straße 9 in 10178 Berlin statt.

Weitere Infos gibt’s auch bei Facebook und Twitter.

Wir sehen uns!?

Kommentare

  1. Sehr schönes Konzept!! Würde mich interessieren welche Gebote da so abgegeben werden und zu welchen Geboten die Werke dann ihren Besitzer wechseln. 🙂

  2. interessantes konzept.
    hier hätte ich noch eine weitere möglichkeit für schmales geld an große kunst zu kommen:
    http://www.spectaculartakeoverbattle.de/

    die arbeit steht unter cc.lizenz zum download bereit.
    viel vergnügen und mit besten grüßen
    fk

Andere Meinungen

  1. […] * Tauschen statt Kaufen: “Bei Art Barter werden die Kunstwerke nicht etwa gekauft, stattdessen werden die Künstler mit entsprechenden Gegenleistungen oder Tauschgegenständen entlohnt. Dazu werden die Arbeiten für einige Tage öffentlich ausgestellt und jeder Besucher kann ein „Gebot“ für ein Werk hinterlassen, das ihm gefällt. Oder gerne auch mehr. Die Gebote werden dann an den Künstler übermittelt, der dann eines – oder auch gar keines – annimmt. Es kommt zum Tausch und beide sind glücklich!” Via […]

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