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Art Barter: das Tauschgeschäft mit der Kunst

Art Barter 2010(via)

Kunst ist nach land­läu­fi­ger Mei­nung ein Teil der Hoch­kul­tur und daher auch i.d.R. etwas, wofür man viel Geld aus­ge­ben muss. So ver­fes­tigt sich ein Vor­ur­teil, das ich ja schon ein­mal mit kon­kre­ten Tips zum Kunst­er­werb wider­legt habe. Nun bin ich auf eine wei­tere Mög­lich­keit gesto­ßen, wie man selbst mit einem klei­nem Geld­beu­tel an Kunst für die eige­nen vier Wände her­an­kommt: Art Barter.

Das Ein­zig­ar­tige: Bei Art Bar­ter braucht es kein Geld – qua­li­ta­tive Kunst von eta­blier­ten Künst­lern ist hier für alle da. Der Knal­ler: Art Bar­ter kommt nach Berlin!

Das Kon­zept ist schnell erklärt:
Bei Art Bar­ter wer­den die Kunst­werke nicht etwa gekauft, statt­des­sen wer­den die Künst­ler mit ent­spre­chen­den Gegen­leis­tun­gen oder Tausch­ge­gen­stän­den ent­lohnt. Dazu wer­den die Arbei­ten für einige Tage öffent­lich aus­ge­stellt und jeder Besu­cher kann ein “Gebot” für ein Werk hin­ter­las­sen, das ihm gefällt. Oder gerne auch mehr. Die Gebote wer­den dann an den Künst­ler über­mit­telt, der dann eines – oder auch gar kei­nes – annimmt. Es kommt zum Tausch und beide sind glücklich!

Der Clou: Die Bie­ter wis­sen nicht, von wem die Werke stam­men. So wird gewähr­leis­tet, dass die Werke nicht des Namens, son­dern der Qua­li­tät wegen getauscht wer­den. Erst nach Ende der Aus­stel­lung wer­den die Namen bekannt­ge­ge­ben und so kann sich jeder mit neuen Künst­lern ver­traut machen.

Vom 24. bis 27. Juni wird Art Bar­ter erst­mals nach Ber­lin kom­men und die Besu­cher ins .HBC locken. Arbei­ten von 25 in Ber­lin ansäs­si­gen und bereits am Kunst­markt eta­blier­ten Künst­lern wer­den einen neuen Besit­zer fin­den. Es geht also nicht um Lies­chen Mül­lers Laub­sä­ge­ar­bei­ten, es war­tet hoch­wer­tige Kunst!

Nur um ein paar Namen zu nen­nen: Jona­than Monk, Documenta-Teilnehmer Saâdane Afif, Ste­phan Bal­leux, Jason Dodge, Yudi Noor uvm. wer­den ver­tre­ten sein!

In die­sem Sinne: Über­legt schon mal, aus wel­chen Talen­ten ihr Nut­zen schla­gen oder wel­ches ein­ge­staubte Teil vom Dach­bo­den ihr anbie­ten könnt. Sei es Strick­ar­beit, But­ler­dienste oder Auto­wä­sche, eine alte Carrera-Bahn, Papas Schall­plat­ten­samm­lung oder das alte Super Nin­tendo – jeder kann mitmachen!

Art Bar­ter fin­det vom 24. bis 27. Juni
von 11.00 bis 20.00 bzw. am letz­ten Tag von 12.00 bis 21.00 Uhr
im .HBC in der Karl-Liebknecht-Straße 9 in 10178 Ber­lin statt.

Wei­tere Infos gibt’s auch bei Face­book und Twit­ter.

Wir sehen uns!?



Andere Stimmen

  1. rebel:art » Blog Archive » Und sonst so? : 17. 06. 10 schrieb am 17. Juni 2010:

    […] * Tau­schen statt Kau­fen: “Bei Art Bar­ter wer­den die Kunst­werke nicht etwa gekauft, statt­des­sen wer­den die Künst­ler mit ent­spre­chen­den Gegen­leis­tun­gen oder Tausch­ge­gen­stän­den ent­lohnt. Dazu wer­den die Arbei­ten für einige Tage öffent­lich aus­ge­stellt und jeder Besu­cher kann ein „Gebot“ für ein Werk hin­ter­las­sen, das ihm gefällt. Oder gerne auch mehr. Die Gebote wer­den dann an den Künst­ler über­mit­telt, der dann eines – oder auch gar kei­nes – annimmt. Es kommt zum Tausch und beide sind glück­lich!” Via […]


Kommentare

  1. Phil­ipp schrieb am 15. Juni 2010:

    Sehr schö­nes Kon­zept!! Würde mich inter­es­sie­ren wel­che Gebote da so abge­ge­ben wer­den und zu wel­chen Gebo­ten die Werke dann ihren Besit­zer wech­seln. :)


  2. Mat­thias schrieb am 15. Juni 2010:

    So wie ich das ver­stan­den habe, wird es spä­ter (auf der Web­site) eine Auf­lö­sung oder sowas in der Art geben. Wär schön, wenn es dann auch dazu Infos gäbe.


  3. fk schrieb am 24. Juni 2010:

    inter­es­san­tes kon­zept.
    hier hätte ich noch eine wei­tere mög­lich­keit für schma­les geld an große kunst zu kom­men:
    http://​www​.spec​ta​cular​take​over​battle​.de/

    die arbeit steht unter cc.lizenz zum down­load bereit.
    viel ver­gnü­gen und mit bes­ten grü­ßen
    fk