Abendschule für Kunstverständnis

Über die neue Veranstaltungsreihe im KW Institute

Flyer: Abendschule: Vergleichendes Sehen. HeuteFlyer (via)

Soeben flat­terte eine Mail in mein Post­fach, die ich fast schon in die Tie­fen des Spa­m­ord­ners ver­bannt hätte. Aller­dings über­zeugte das bewor­bene Kon­zept auf Anhieb und so will ich euch die Neu­ig­keit nicht vorenthalten:

Das KW Insti­tute for Con­tem­porary Art lädt von mor­gen bis zum 17. Dezem­ber immer diens­tags und don­ners­tags zu ins­ge­samt fünf Tei­len einer neuen Ver­an­stal­tungs­reihe unter dem Namen “Abend­schule: Ver­glei­chen­des Sehen. Heute” ein. An jenen Aben­den wird man sich einem Instru­ment wid­men, dass so alt wie zeit­los ist, dem Ver­glei­chen­den Sehen.

Dabei wer­den zwei Werke neben­ein­an­der an die Wand pro­ji­ziert um dann – eben ver­glei­chend – betrach­tet zu wer­den. Mag sein, dass das jetzt die meis­ten Kunst­stu­den­ten nicht vom Hocker haut, doch für nicht-professionelle Kunst­en­thu­sia­sis­ten wie mich klingt das sehr inter­es­sant. Denn die “Abend­schule” will dies anders gestal­ten, sie holt “diese wis­sen­schaft­li­che Prak­tik in den Aus­stel­lungs­kon­text, befreit sie vom dok­tri­nä­ren Gebrauch und stellt die Vor­ge­hens­weise in Frage. Sie for­dert zu uner­war­te­ten Ver­suchs­an­ord­nun­gen auf und gibt Raum für die Metho­dik stüt­zende oder stür­zende Vergleiche.”

Soweit der Pres­se­text. Klingt nicht schlecht. Jeweils von 17.00 bis 18.30 Uhr sol­len die ein­zel­nen Ter­mine dau­ern, wobei jeweils zwei Red­ner zwei unter­schied­li­che The­men mit­tels eben jener Tech­nik des Ver­glei­chen­den Sehens beleuch­ten. Die The­men im Einzelnen:

I. Don­ners­tag, 03. Dezem­ber:
Char­lotte Klonk: Sehen im Museum
Bea­trice von Bis­marck: Vor­her – Nachher

II. Diens­tag, 08. Dezem­ber:
Mona Schie­ren: Ras­ter ras­tern
Jan Ver­wo­ert: Motifs of Motion: Lies, Games, Crea­tures, God, Irony

III. Don­ners­tag, 10. Dezem­ber:
Jörg Tremp­ler: Wie im Kata­stro­phen­film? Die Fern­seh­bil­der von 9/11
Peter Gei­mer: Das Unver­gleich­bare

IV. Diens­tag, 15. Dezem­ber:
Michael Diers: Ver­glei­che hin­ken, oder: Die Lehre des Teu­fels
Sabeth Buch­mann: Ver­gleichs­weise abstrakt

V. Don­ners­tag, 17. Dezem­ber:
Lena Bader: Dop­pelte Bil­der ver­glei­chend gese­hen
Ursula Frohne: Ana­mor­pho­sen des Kinos

Auf der Seite des KW Insti­tu­tes kann man vor jedem Ter­min noch ein­mal genauere Beschrei­bun­gen der The­men nachlesen.

Für mich steht jeden­falls fest: Wenn ich Zeit finde, bin ich bestimmt dabei!