Archiv für August 2009


Cover gesucht

Deine Meinung ist gefragt

Bei uns an der Uni läuft das folgendermaßen: Jedes Wintersemester wird neu immatrikuliert und mit einer Orientierungseinheit begonnen, in der die frischgebackenen Ersties in den Unialltag und das Studium eingeführt werden. Diese beiden OE-Wochen organisiert traditionsgemäß der vorhergehende Jahrgang und so fiel einem Kommilitonen und mir die Aufgabe zu, dass zugehörige Blockbuch zu entwerfen, in dem alle wichtigen Infos gesammelt aufgeführt werden. Ein solches Blockbuch braucht freilich ein Cover – in diesem Fall sogar zwei, weil von beiden Seiten lesbar – und da kommst du ins Spiel: Ich habe bis jetzt sechs Entwürfe fertiggestellt und kann mich nicht entscheiden, welches am besten ausschaut. Und da ich den Lesern von Castor & Pollux mehr ästhetisches Feingefühl zutraue als dem Gros meiner Kommilitonen (ohne das böse zu meinen), suche ich hier als erstes nach Meinung und Ratschlag.


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Der etwas andere Wahlkampf

Wahlplakate, die ein wenig über die Stränge schlagen

Auktionshaus BundestagswahlMeine Einsendung, „Auktionshaus Bundestagswahl“

Die Bundestagswahl naht mit großen Schritten, nur noch ein wenig mehr als ein Monat bis Millionen Deutsche an die Urnen treten. Der Wahlkampf ist längst eröffnet und wie so üblich pflastern mehr oder minder gelungene Wahlplakate der hoffnungsvollen Kandidaten die bundesdeutschen Großstädte. Also eine Ausgangslage, die wie geschaffen für den gemeinen Ad-Buster ist.

Grund genug für Alain von rebel:art, daraus einen Wettbewerb zu machen, bei dem jeder aufgerufen ist, seine Ideen einzusenden. Einige gelungene Beispiele sind auf der Seite schon zu sehen und ich bin gespannt, welche Entwürfe das Rennen machen. Seid dabei, werft Photoshop an und werdet kreativ!


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Zuckersüß, aber nicht zum Anbeißen

Kunst mit Zuckerwatte

Stephen Shanbrook: Slapped in the face until your shit turns red„Slapped in the face until your shit turns red“, © Stephen Shanabrook

Meine persönlichen Kindheitserinnerungen an Weihnachtsmärkte und Volksfeste sind durch das regelmäßig wiederkehrende Highlight in Form des Zuckerwattestandes geprägt. Diese weichen Zuckerfäden, die wie durch Zauberhand aus der Maschine kamen und einem zum Ende des Genusses die Mundwinkel verklebten, haben mich im Sturm erobert. Mittlerweile bin ich ein wenig älter, Zuckerwatte bestenfalls eine eingestaubte Kindheitserinnerung und im schlechtesten Fall eine Kalorienbombe erster Klasse. Aber weit gefehlt, sie kann noch mehr: Stephen Shanabrook hat sie als neuartiges Medium entdeckt und damit bereits so manch Interessantes geschaffen.


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Identitätskrise

Ein Hauch von Magritte

Greg Sand: Anderson Family Portraits: Widowed Father„Anderson Family Portraits: Widowed Father“, © Greg Sand

In letzter Zeit kann ich mich mehr und mehr für Fotografie begeistern, habe mir sogar eine alte Polaroid gekauft um damit ein wenig zu experimentieren. In dieser neu gewonnen Begeisterung stolpere ich dann über die Bilder eines gewissen Greg Sand und bin sofort hin und weg. Sie sprachen in einer Metaphorik, für die ich schon immer etwas übrig hatte. Greg Sands Porträts sind buchstäblich gesichtslos, entbehren selten einer gewissen Tragik und tragen zu alledem den Charme vergangener Zeiten.


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Thoughts unsaid, then forgotten.

Fade to white. Fade to brown.

Bas Jan Ader: Thoughts unsaid, then forgotten„Thoughts unsaid, then forgotten“, © Bas Jan Ader

Im Jahre 1973 wurden diese Worte in grau-blauer Farbe auf eine der Wände der Nova Scotia School of Art and Design im kanadischen Halifax geschrieben; alles verlief nach Anweisungen, die Bas Jan Ader aus der Ferne sandte. Daneben sollte ein einfacher Strauß Blumen gestellt werden, welche Sorte sei egal, nur keine Rosen. Nach einigen Tagen wurden die Worte in demselben Weiß der Galeriewände überstrichen, ausgelöscht, gleichgemacht. Nichts erinnerte mehr an jene Inschrift. Die Blumen verblieben an ihrem Platz, bis zum Ende der einwöchigen Ausstellung welkten sie unberührt an der Stelle, wo zuvor noch die Worte geschrieben standen.

Für gewöhnlich folgt an dieser Stelle eine tiefere Betrachtung, doch in diesem Fall beschränke ich mich darauf, es einfach so stehen und wirken zu lassen. Vielfach wurden diese vier Worte nach Aders Tod von anderen Künstlern in anderen Werken benutzt, jedoch bleibt das Original unerreicht. Zurecht, wie ich finde. Ich bin immer noch verzaubert.


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