Bas Jan Ader und die Schwerkraft

Über die Kunst des Loslassens

Bas Jan Ader: Broken fall (Geometric)„Broken fall (Geometric)“, © Bas Jan Ader

Manchmal begegnet man den Werken eines Künstlers, die man derart gut zu verstehen scheint, als hätte man sie selbst erdacht, als sprächen sie aus, was man nur tief im Innersten zu glauben vermag. So verhält es sich bei mir mit dem Niederländer Bas Jan Ader, mit dessen Arbeiten ich mich in der letzten Zeit etwas näher beschäftigt habe. Wie ich schon vor einiger Zeit angekündigt habe, widme ich mich ihm nun in besonderem Maße.

Bas Jan Ader wurde 1942 als Sohn eines Pfarrers geboren, der kurz darauf von den Nazis ermordet wurde, weil er Juden versteckte. Bas Jan wuchs in der ländlichen niederländischen Gegend von Groningen auf und heuerte als 19jähriger auf einem Boot an, das ihn von Marokko nach Amerika bringen würde, worauf er in Los Angeles da Kunststudium aufnahm. Seine große Schaffenszeit begann 1970 und endete vier Jahre später mit seinem Verschwinden auf hoher See. Aus seinem recht kurzen Leben sind nur eine Handvoll Werke hervorgegangen, die dafür jedoch vor Eindrücklichkeit nur so strotzen.


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