No more sugar for the monkey

Neuentdeckung im Wedding. Und 'ne Ausstellung.

No more sugar for the monkeys(via)

Ver­gan­gene Woche fuh­ren ebbé, eine gute Freun­din von ihr und ich in den Wed­ding und fan­den uns vor den Türen einer leer ste­hen­den Schwimm­halle, dem Stadt­bad Wed­ding, wie­der. Direkt an der Panke gele­gen thront die­ser Beton­ko­loss dun­kel über der Umge­bung, doch an die­sem Abend war der lange ver­las­sene Bau erleuch­tet.
Denn es ging in den Unter­grund. Auf uns war­tete ein kras­ser Rund­gang durch die Kata­kom­ben; zwi­schen Roh­ren und Kes­seln woll­ten die Kunst­werke der Aus­stel­lung “No more sugar for the mon­key” ent­deckt wer­den. Uns bot sich ein ein­ma­li­ges Erleb­nis, wie wir es nicht erwar­tet hätten.

Zunächst waren die Türen ver­schlos­sen und wir muss­ten ein wenig rüt­teln und klop­fen, ehe uns Ein­lass gewährt wurde. Sogleich wurde uns der Weg in den Kel­ler gezeigt und so lie­fen wir allein durch die spär­lich beleuch­te­ten Gänge, beglei­tet von mono­to­nen, elek­tri­schen Geräu­schen und den hier und dort aus­ge­stell­ten Bil­dern. Zwi­schen Roh­ren und Ven­ti­len, an geflies­ten Wän­den und auf über die Jahre ver­dreck­ten Böden prä­sen­tiert die Aus­stel­lung neben Foto­gra­fi­schem und Gemal­tem Aktu­el­les aus dem StreetArt-Milieu.

No more sugar for the monkey(via)

Über­zeu­gen konnte dies jedoch nicht. Die meis­ten Stü­cke waren eher lang­wei­lig und ernüch­ternd, bis auf wenige Aus­nah­men wirk­ten diese auch recht depla­ziert. Da hätte man mehr draus machen kön­nen – die kühle, ein wenig schau­rige Atmo­sphäre hätte so eini­ges her­ge­ge­ben, was dem Ide­en­reich­tum dien­lich gewe­sen wäre. Denn die war schließ­lich das wahre High­light des Abends, zumal wir prak­tisch allein die spär­lich beleuch­te­ten Räume erkundeten.

 

Doch das Beste kommt zum Schluss: Die­sen Sams­tag wird die Finis­sage bei Live-DJ-Beschallung zünf­tig gefei­ert und zwi­schen Ven­ti­len und Kes­seln sowie an der Bar Wodka und Cock­tails genos­sen. Für ebbé* und mich stand fest: Wir sind dabei. Nach­dem zu erah­nen war, wel­che Atmo­sphäre hier herr­schen würde, wol­len wir den neus­ten Geheim­tip der Ber­li­ner Par­ty­szene auch bei Neon­schein erkunden.

Und noch eine freu­dige Nach­richt kann ich ver­kün­den: Wie aus bes­ten Krei­sen zu hören ist, wird auch die Urban Affairs 2009 nach dem Heck­meck um einen Umzug nach War­schau wahr­schein­lich doch in Ber­lin blei­ben und – na klar – das Stadt­bad Wed­ding bezie­hen. Ich bin schon gespannt!

* Fotos gibt’s vor­erst nur auf ihrem Blog, meine müs­sen, da ana­log, lei­der erst ent­wi­ckelt werden…



Andere Stimmen

  1. » Art and Party at Stadt­bad Wed­ding – iHe​art​Ber​lin​.de – A blog about Berlin schrieb am 2. Juni 2009:

    […] Satur­day the finis­sage and after­party of No Sugar For My Mon­key took place at Stadt­bad Wed­ding, a for­mer swim­ming pool loca­ted in Gerichts­strasse in Wed­ding, that […]


  2. + t e l e p o r t d o o r ++ » Art and Party at Stadt­bad Wedding schrieb am 12. Juni 2009:

    […] Satur­day the finis­sage and after­party of No Sugar For My Mon­key took place at Stadt­bad Wed­ding, a for­mer swim­ming pool loca­ted in Gerichts­strasse in Wed­ding, that […]


  3. No More Sugar For The Mon­key: Finis­sage | Stadt­kind: Berlin schrieb am 19. März 2010:

    […] und Pol­lux haben eine prima Loca­tion aus­ge­macht. Im ehe­ma­li­gen Stadt­bad Wed­ding fin­det zur Aus­stel­lung »No more sugar for the mon­key« mor­gen (Sa. […]


Kommentare

  1. Frank schrieb am 30. Mai 2009:

    Also heute abend dann mal, wa? Super-Tipp!


  2. Mat­thias schrieb am 30. Mai 2009:

    Ich bin ab etwa 23:00 Uhr am Start – bis dann!