27. Mai 2009
Neuentdeckung im Wedding. Und 'ne Ausstellung.
(via)
Vergangene Woche fuhren ebbé, eine gute Freundin von ihr und ich in den Wedding und fanden uns vor den Türen einer leer stehenden Schwimmhalle, dem Stadtbad Wedding, wieder. Direkt an der Panke gelegen thront dieser Betonkoloss dunkel über der Umgebung, doch an diesem Abend war der lange verlassene Bau erleuchtet.
Denn es ging in den Untergrund. Auf uns wartete ein krasser Rundgang durch die Katakomben; zwischen Rohren und Kesseln wollten die Kunstwerke der Ausstellung “No more sugar for the monkey” entdeckt werden. Uns bot sich ein einmaliges Erlebnis, wie wir es nicht erwartet hätten.
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17. Mai 2009
Freiherr von Knigge lässt grüßen
Blick auf die Installation, (via)
Ich bin maßlos enttäuscht.
Ich war heute im Hamburger Bahnhof und habe mir endlich mal die Soundinstallation “The murder of crows” von Janet Cardiff und George Bures Miller angeschaut. Ich weiß, das war reichlich spät; durch Uni, Vergesslichkeit und Umzugsstress bin ich allerdings nicht eher dazu gekommen.
Die Installation war fantastisch. Monumental, orchestral – kurz: einmalig. In der Mitte der eigens dafür freigehaltenen Haupthalle stand eine Anzahl Klappstühle, um sie herum waren geschätzte hundert Lautsprecher aufgebaut, hingen von der Decke, standen auf dem Boden, zwischen den Stühlen und in einiger Entfernung, sodass sie wie ein Dunstnebel die Besucher in ihrer Mitte umgaben. Man fand sich in einer einer konzertierten Geräuschkulisse wieder, die ihre volle Wirkung erst durch die ausgeklügelte räumliche Anordnung und Dynamik ihrer Elemente entwickelte.
Das Sinnesfeuerwerk war einzigartig. Die Stimmung schwankte irgendwo zwischen markerschütternder Dramatik, erdrückender Verängstigung und Einengung und zeitweilig fühlte ich mich an die schaudrigeren Interpretationen von Alice im Wunderland erinnert, was mich ja eh schon seit jeher gefesselt hat.
Es hätte für mich das bisher intensivste Kunsterlebnis sein können.
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17. Mai 2009
StreetArt von Harmen de Hoop
“Replaced dustbin”, © Harmen de Hoop
Bisher war es eher die Ausnahme: funktionale StreetArt, also Kunst im öffentlichen Raum, die nicht nur hübsch anzusehen ist und zum Denken anregt, sondern zudem dem Betrachter einen Handlungsspielraum offen lässt. Auch dreidimensionale Kunst ist bisweilen nur gelegentlich in den Metropolen anzutreffen, doch glücklicherweise gibt es Einzelpersonen, die sich dieser Sparte verschrieben haben. Einer von ihnen ist das niederländische Vielseitigkeitstalent Harmen de Hoop, dessen Installationen ihre Umgebung um oft unerwartete Funktionen ergänzen.
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7. Mai 2009
Zwei Werke von Iñigo Manglano-Ovalle
“Untitled (Bomb)”, © Iñigo Manglano-Ovalle
Das Thema ist so alt wie die Menschheit selbst: Konflikt und Krieg. In mehr als 2000 Jahren christlicher Zeitrechnung gab es nicht einmal 100 Jahre ohne Schlachten und Kriege irgendwo in der Welt – zumindest die, von denen Wikipedia weiß. Kein Wunder also, dass das Kulturgut “Krieg” ein wichtiges Thema des Kulturträgers “Kunst” wurde und auch noch heute ist. Ich hatte bereits über die Fotografien Shadi Ghadirians geschrieben, die den Alltag des Krieges beleuchtet, und widme mich nun zwei Werken des Spaniers Iñigo Manglano-Ovalle; die gewissermaßen von “Kriegskunst” erzählen – zwei Gründe, seiner Ausstellung in der Galerie Thomas Schulte noch bis 20. Juni einen Besuch abzustatten.
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