14. März 2009
Perspektivwechsel beim LeadAward
(Titel unbekannt), © Agentur Serviceplan
Heute eröffnen die Hamburger Deichtorhallen ihre Pforten für die Ausstellung “VisualLeader”, wo im Vorfeld der sechsten Auflage der LeadAwards die Nominierten vorgestellt werden. Es gilt wieder einmal, die Besten aus allen Bereichen der Print– und Onlinemedien zu finden, und auch dieses Mal kann der interessierte Besucher sich selbst ein Bild davon machen, wer die aussichtsreichsten Anwärter auf die begehrten Trophäen sein dürften.
Gleich in der Eingangshalle wird man mit einer eindrucksvollen Installation der Hamburger Werbeagentur Serviceplan begrüßt, die zunächst wie ein großer Haufen von Plastikbällen ausschaut, der sich aber je nach Blickwinkel des Betrachters zu den Worten “Pro” oder “Contra” verformt.
Unter der Federführung von Alexander Schill, Maik Kähler und Christoph Nann entstand eine zehn mal zehn Meter große Installation, bestehend aus 144 dunkelblauen, im Durchmesser 40cm großen Kugeln, die über den Köpfen der Besucher aufgehangen sind. Schill sagte in einem Interview (s.u.), die Botschaft “Get the other side, too” passe perfekt zu der Ausstellung über (Print-)Medien, die ja auch stets einen Standpunkt beziehen würden.
(Titel unbekannt), © Agentur Serviceplan
Interessant dürfte auch sein, dass das Werk nicht etwa von einem Künstler im üblichen Sinne, sondern von einer Werbeagentur stammt – also durchaus zum Thema der “VisualLeader” passend. Erst heute habe ich bei Get Physical ein wahres Beuys-Zitat gefunden: “Ob Werbung Kunst ist, hängt davon ab, wofür sie wirbt”.
Dass man in diesem Falle von Kunst reden kann, dürfte also demnach erlaubt sein.
Noch ist die Information brandheiß, das Internet gibt zu dem Thema bisher nur wenig preis. Immerhin kann man im art-magazin das ganze Interview mit Alexander Schill und eine Animation der Installation finden.
Die Hamburger Deichtorhallen stellen noch bis zum 26. April die “VisualLeader” aus. Geöffnet ist bis auf montags täglich von 11.00 bis 18.00 Uhr. Also: Wenn du in der Nähe bist, dann lass dir die Ausstellung – oder zumindest die Pro-und-Contra-Installation – nicht entgehen!





