12. März 2009
Zwei neue Serien zum Thema Krieg veröffentlicht
“Nil Nil #03″, © Shadi Ghadirian
Da ist die islam-kritische Ausstellung “Unveiled: New Art from the Middle East” noch nicht einmal zu Ende, schon machen die nächsten Arbeiten der dort gefeierten Künstlerin Shadi Ghadirian die Runde. Letzten Monat hatte ich ja bereits über ihre Serie “Like every day” geschrieben, doch ging es da noch um die Rolle der Frau in der islamischen Welt, wird Ghadirian nun mit ihren beiden neusten Serien “Nil Nil” und “White Square” direkter und spricht offen und wirkungsvoll das Thema Krieg an.
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10. März 2009
10 mal Himmlisches und Unterirdisches
(Original via)
Es ist gemeinhin bekannt, dass die Grenzen zwischen Kunst und Schund bisweilen nicht nur fließend sein können, sondern sich auch gelegentlich aufzulösen scheinen. Dass die Werke von Michelangelo, Caravaggio, van Gogh oder Cézanne als Kunst anzusehen sind, wird keiner bestreiten. Aber mal ehrlich: Wer hatte bei seiner ersten Konfrontation mit einem Bild von Miró oder Mondrian als ersten Gedanken, was für ein einzigartiges Meisterwerk er da vor sich habe? (Ich muss gestehen, ich habe im Kindergarten mal ein Mondrian-ähnliches Bild gemalt, weil “das die Großen damals toll fanden”. Mit Kunstverständnis hatte das natürlich kaum zu tun…)
Aber mit allem Ernst: Künstler machen es dem Laien oftmals nicht einfach und andererseits würde man wohl so manchen Firlefanz für die letzte Neuerwerbung des MoMa oder eines x-beliebigen anderen hippen Museums halten. Was manche Galerien ausstellen, könnte dem allgemeinen Laienverständnis nach auch der letzten Malstunde entstammen, und letztlich könnte man glauben, Kunst sei, was an einer weißen Wand hängt.
Und da bist du gefragt: 10 Bilder wollen von dir beurteilt werden – Kunst oder Schund? Durch kreative Expertise oder doch nur mit Paint, Photoshop oder Filzstift und Papier geschaffen? Aber wie schon gesagt, die Grenzen sind fließend…
In einer Woche gibt’s an dieser Stelle die Auflösung und der Beste bekommt… ach keine Ahnung… ein von mir selbst gemaltes Mondrian-oder-auch-nicht-Mondrian-Bild.
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8. März 2009
Subtile Kunst von Berlinde de Bruyckere
“Lost”, © Berlinde de Bruyckere
Die häufig bizarr und befremdlich anmutenden Skulpturen und Installationen der Belgierin Berlinde de Bruyckere erschließen sich selten auf den ersten Blick. War sie Anfang der 90er Jahre v.a. noch für ihre in Wolldecken eingehüllten Figuren bekannt, die gleichsam Geborgenheit und Ersticken zum Ausdruck brachten; so konzentrierte sie sich die letzten Jahre auf ihre oftmals kopflosen menschlichen oder Pferde-Skulpturen. Was beim ersten Anblick entstellt erscheinen mag, offenbart beim näheren Betrachten jene klassischen Themen, die seit jeher künstlerisches Schaffen antreiben.
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6. März 2009
Ein Blick auf zwei seiner Werke
“Clarity”, © Miguel Palma
Heute bin ich über das rund 80seitige Portfolio eines portugiesischen Künstlers gestolpert, der in seiner langjährigen Schaffenszeit eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Installationen erdacht hat; die Rede ist von Miguel Palma. Durch seinen Hang zur Technik und dem durchgängigen Spiel mit den Erwartungen und Vorstellungen des Betrachters zeichnen sich die meisten seiner Arbeiten aus, doch eine Einschätzung seines Gesamtwerks gestaltet sich sehr schwierig. Zwei Installationen von Miguel Palma haben es mir dabei besonders angetan.
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3. März 2009
Eine Glosse auf den Internetmonopolisten
“Google Landscapes”, © Filippo Minelli
Manchmal kann man bei der Recherche einen echten Gassenhauer entdecken: Schon mal nach “Internetmonopolist” gegoogelt? Irgendwie eigenartig: Google liefert auf diese Anfrage vor allen Dingen Seiten, die die Suchmaschine selbst mit diesem Titel versehen. Ein bezeichnendes Ergebnis, denn wenn man sich einmal umschaut, wird man schnell erkennen, dass die kalifornische Firma das Web in bedenklichem Umfange dominiert. Das hat auch StreetArtist Filippo Minelli erkannt und den Monopolisten gekonnt karikiert.
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1. März 2009
Interview mit einem der Künstler
Ausschnitt aus dem Video (s.u.), © tagr.tv
Nun ist die transmediale.09 schon etwas mehr als drei Wochen vorbei, der zugehörige Award an das Künstlertrio hinter “Tantalum Memorial” verliehen und der passende Artikel auch schon längst veröffentlicht. Ein Video, das die Installation in Aktion zeigt, konnte ich damals leider nicht finden, aber zumindest versprach ich, euch bei Neuigkeiten auf dem Laufen zu halten.
Jetzt habe ich mich noch einmal auf die Suche nach entsprechendem Bildmaterial gemacht – und wurde fündig. Nicht irgendein viel zu kurzes und unkommentiertes Video von der überaus interessanten Installation habe ich aufspüren können, sondern glücklicherweise eines, in dem einer der drei Künstler, Graham Harwood, das Werk auch gleich erklärt.
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