Shadi Ghadirian lädt nach

Zwei neue Serien zum Thema Krieg veröffentlicht

Shadi Ghadirian: Nil Nil #03“Nil Nil #03″, © Shadi Gha­di­rian

Da ist die islam-kritische Aus­stel­lung “Unvei­led: New Art from the Middle East” noch nicht ein­mal zu Ende, schon machen die nächs­ten Arbei­ten der dort gefei­er­ten Künst­le­rin Shadi Gha­di­rian die Runde. Letz­ten Monat hatte ich ja bereits über ihre Serie “Like every day” geschrie­ben, doch ging es da noch um die Rolle der Frau in der isla­mi­schen Welt, wird Gha­di­rian nun mit ihren bei­den neus­ten Serien “Nil Nil” und “White Square” direk­ter und spricht offen und wir­kungs­voll das Thema Krieg an.

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Kunst oder Schund?

10 mal Himmlisches und Unterirdisches

(Ori­gi­nal via)

Es ist gemein­hin bekannt, dass die Gren­zen zwi­schen Kunst und Schund bis­wei­len nicht nur flie­ßend sein kön­nen, son­dern sich auch gele­gent­lich auf­zu­lö­sen schei­nen. Dass die Werke von Miche­lan­gelo, Cara­vag­gio, van Gogh oder Cézanne als Kunst anzu­se­hen sind, wird kei­ner bestrei­ten. Aber mal ehr­lich: Wer hatte bei sei­ner ers­ten Kon­fron­ta­tion mit einem Bild von Miró oder Mon­drian als ers­ten Gedan­ken, was für ein ein­zig­ar­ti­ges Meis­ter­werk er da vor sich habe? (Ich muss geste­hen, ich habe im Kin­der­gar­ten mal ein Mondrian-ähnliches Bild gemalt, weil “das die Gro­ßen damals toll fan­den”. Mit Kunst­ver­ständ­nis hatte das natür­lich kaum zu tun…)

Aber mit allem Ernst: Künst­ler machen es dem Laien oft­mals nicht ein­fach und ande­rer­seits würde man wohl so man­chen Fir­le­fanz für die letzte Neu­er­wer­bung des MoMa oder eines x-beliebigen ande­ren hip­pen Muse­ums hal­ten. Was man­che Gale­rien aus­stel­len, könnte dem all­ge­mei­nen Lai­en­ver­ständ­nis nach auch der letz­ten Mal­stunde ent­stam­men, und letzt­lich könnte man glau­ben, Kunst sei, was an einer wei­ßen Wand hängt.

Und da bist du gefragt: 10 Bil­der wol­len von dir beur­teilt wer­den – Kunst oder Schund? Durch krea­tive Exper­tise oder doch nur mit Paint, Pho­to­shop oder Filz­stift und Papier geschaf­fen? Aber wie schon gesagt, die Gren­zen sind fließend…

In einer Woche gibt’s an die­ser Stelle die Auf­lö­sung und der Beste bekommt… ach keine Ahnung… ein von mir selbst gemal­tes Mondrian-oder-auch-nicht-Mondrian-Bild.

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Entstellte Schönheiten

Subtile Kunst von Berlinde de Bruyckere

Berlinde de Bruyckere: Lost“Lost”, © Ber­linde de Bruyckere

Die häu­fig bizarr und befremd­lich anmu­ten­den Skulp­tu­ren und Instal­la­tio­nen der Bel­gie­rin Ber­linde de Bruy­ckere erschlie­ßen sich sel­ten auf den ers­ten Blick. War sie Anfang der 90er Jahre v.a. noch für ihre in Woll­de­cken ein­ge­hüll­ten Figu­ren bekannt, die gleich­sam Gebor­gen­heit und Ersti­cken zum Aus­druck brach­ten; so kon­zen­trierte sie sich die letz­ten Jahre auf ihre oft­mals kopf­lo­sen mensch­li­chen oder Pferde-Skulpturen. Was beim ers­ten Anblick ent­stellt erschei­nen mag, offen­bart beim nähe­ren Betrach­ten jene klas­si­schen The­men, die seit jeher künst­le­ri­sches Schaf­fen antreiben.

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Kunst von Miguel Palma

Ein Blick auf zwei seiner Werke

Miguel Palma: Clarity“Cla­rity”, © Miguel Palma

Heute bin ich über das rund 80seitige Port­fo­lio eines por­tu­gie­si­schen Künst­lers gestol­pert, der in sei­ner lang­jäh­ri­gen Schaf­fens­zeit eine Viel­zahl sehr unter­schied­li­cher Instal­la­tio­nen erdacht hat; die Rede ist von Miguel Palma. Durch sei­nen Hang zur Tech­nik und dem durch­gän­gi­gen Spiel mit den Erwar­tun­gen und Vor­stel­lun­gen des Betrach­ters zeich­nen sich die meis­ten sei­ner Arbei­ten aus, doch eine Ein­schät­zung sei­nes Gesamt­werks gestal­tet sich sehr schwie­rig. Zwei Instal­la­tio­nen von Miguel Palma haben es mir dabei beson­ders angetan.

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Eine Glosse auf den Internetmonopolisten

Filippo Minelli:Google Landscapes“Google Land­scapes”, © Filippo Minelli

Manch­mal kann man bei der Recher­che einen ech­ten Gas­sen­hauer ent­de­cken: Schon mal nach “Inter­net­mo­no­po­list” gegoo­gelt? Irgend­wie eigen­ar­tig: Google lie­fert auf diese Anfrage vor allen Din­gen Sei­ten, die die Such­ma­schine selbst mit die­sem Titel ver­se­hen. Ein bezeich­nen­des Ergeb­nis, denn wenn man sich ein­mal umschaut, wird man schnell erken­nen, dass die kali­for­ni­sche Firma das Web in bedenk­li­chem Umfange domi­niert. Das hat auch Street­Ar­tist Filippo Minelli erkannt und den Mono­po­lis­ten gekonnt karikiert.

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»Tantalum Memorial« in Aktion

Interview mit einem der Künstler

Aus­schnitt aus dem Video (s.u.), © tagr​.tv

Nun ist die transmediale.09 schon etwas mehr als drei Wochen vor­bei, der zuge­hö­rige Award an das Künst­ler­trio hin­ter “Tan­ta­lum Memo­rial” ver­lie­hen und der pas­sende Arti­kel auch schon längst ver­öf­fent­licht. Ein Video, das die Instal­la­tion in Aktion zeigt, konnte ich damals lei­der nicht fin­den, aber zumin­dest ver­sprach ich, euch bei Neu­ig­kei­ten auf dem Lau­fen zu hal­ten.
Jetzt habe ich mich noch ein­mal auf die Suche nach ent­spre­chen­dem Bild­ma­te­rial gemacht – und wurde fün­dig. Nicht irgend­ein viel zu kur­zes und unkom­men­tier­tes Video von der über­aus inter­es­san­ten Instal­la­tion habe ich auf­spü­ren kön­nen, son­dern glück­li­cher­weise eines, in dem einer der drei Künst­ler, Gra­ham Har­wood, das Werk auch gleich erklärt.

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