12. Januar 2009
Ad-Busting im U-Bahnhof Kaiserdamm
© epoxy
Eben noch ging es um die Adaptation des Ad-Bustings durch einen Filzstifthersteller, jetzt machen Fotos aus Berlin die Runde:
Die Berliner StreetArtists Epoxy, Mr Talion und Baveux & Kone haben eine Werbetafel in der U-Bahnstation Kaiserdamm mit Fenstern aus Photoshop verziert. Ich denke, die restlichen neun Bilder sprechen für sich…
11. Januar 2009
StreetArt für Konventionsbewusste
via thecoolhunter.co.uk
In ausgewählten Großstädten rund um den Globus kann seit kurzem jedermann auf neuartigen, mit Touchscreens ausgestatteten Werbeflächen des Filzstift– und Eddingherstellers Sharpie seine Zeilen hinterlassen: Einfach eine Farbe auswählen, drauf los schreiben und der Welt erzählen, was man schon immer auf dem Herzen hatte. Mit dieser neuen Werbemasche setzt der Firmenriese nicht nur neue Akzente in Sachen Werbedesign, er adaptiert damit auch einen in den USA weit verbreiteten und viel beachteten StreetArt-Abkömmling, das sog. “Ad-Busting”.
Das Ad-Busting, bei den Franzosen schon länger als Anti-Pub bekannt, hat die Manipulation und Zweckentfremdung öffentlicher Werbeflächen, teilwiese auch die Anprangerung und Konfrontation der werbenden Firma zum Inhalt. Diese Art der Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft und der öffentlichen “Spamwerbung” wird auch bei uns immer mehr zur Mode. Zwar findet man auf den üblichen StreetArt-Seiten des Internets entsprechend verzierte Plakate fast ausschließlich von der Insel oder aus den Staaten, doch mittlerweile gehen auch Fotos aus Deutschland um den Globus, so etwa auch die weithin bekannte HIV-Kampagne von xoooox.
Ad-Busting ist in aller Munde und das nicht zu unrecht, verleiht es doch einem der stärksten Triebfedern der StreetArt-Kultur, der Rückgewinnung öffentlichen Raumes, Ausdruck. Kein Wunder also, dass irgendwann von Seiten der angefeindeten werbenden Firmen eine Antwort auf diese Mode gegeben wird. Sharpie hat mit seiner aktuellen Kampagne nicht nur der Ad-Busting-Kultur Paroli gegeben, die neuartige Werbeidee bezieht auch ihren Adressaten in den Prozess mit ein und bietet somit für alle Seiten neue Impulse. Man darf also gespannt sein, wie die StreetArt-Szene die neuen Werbetafeln aufnehmen und wie sie darauf reagieren wird.
10. Januar 2009
Aus aktuellem Anlass
“Gaza Strip”, © Blu
Der Berliner Streetartist Blu hat vor kurzer Zeit wieder neue Siebdrucke entworfen und für den Verkauf in einer Auflage von hundert Stück angefertigt. Darunter auch ein Bild mit dem passenden Titel “Gaza Strip”. Ob in weiser Vorraussicht oder mittels hellseherischer Fähigkeiten, die Arbeit kommt nicht zu spät. Wer dem ewig währenden Konflikt auch in seinem Wohnzimmer ein Mahnmal setzen will, kann einen der wenigen Drucke bei Pictures on the walls für £225,00 erstehen.
10. Januar 2009
Ausgewählte typographische Alltagssünden

Ich habe es getan. Ich habe mehr als die Hälfte der auf meinem Computer gespeicherten Schriften gelöscht. Das war auch bitternötig, denn mit der Zeit und mit Unwissen über die Vorzüge einer guten Schriftart häuften sich einige schaurige, hässliche Fonts an, die ich einerseits nie gebraucht habe und die andererseits nur der Übersichtlichkeit schadeten.
Diese radikale Aufräumaktion und meine in letzter Zeit gewachsene Aufmerksamkeit für Typographie haben mich dazu veranlasst, einmal eine kleine, inoffizielle und vor allen Dingen sicherlich auch unvollständige Liste derjenigen Schriften zu erstellen, denen man im täglichen Leben sicherlich nicht hinterhertrauern wird. Sie schauen grässlich aus oder werden missbraucht, doch in jedem Falle werden sie mit einer ungerechtfertigten Penetranz gebraucht. Viele Webseiten, Flyer, Prospekte, und Speisekarten könnten durch ein emanzipiertes Aussortieren von ihrer Hässlichkeit und Unprofessionalität befreit werden.
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10. Januar 2009
Ein Motiv für Metropolis
“Untitled (Man sleeping in boxes)”, © Teun Hocks
Der niederländische Künstler Teun Hocks stellt derzeit in New York einige seiner handkolorierten Fotografien, sowie Zeichnungen und Videos aus. Unter den zu sehenden Werken befindet sich einige seiner surrealen Bilder vom Scheitern und Versagen, so auch obige eindrucksvolle Arbeit, die sicherlich auch an den Häuserwänden Berlins einen guten Platz einnehmen könnte. Aber wer weiß, vielleicht gibt’s ja bald im Wooster Collective ein entsprechendes Foto von den Straßen der Großstädte dieser Welt…
10. Januar 2009
Der erste Artikel
Jetzt ist es soweit: Nach langer Zeit der Designentwicklung und der langwierigen Suche nach geeignetem Webspace kann ich mein bisher drittes Blog eröffnen. Ich will auch gar nicht viele Worte verlieren, daher zitiere ich am besten die Unterseite Castor & Pollux:
In diesem Blog dreht sich alles um zeitgenössische Kunst und UrbanArt. UrbanArt, die vergängliche Kunst der Straße, die mit dem Anbringen an die Häuserwand Wind und Wetter ausgesetzt ist und schon morgen überklebt, abgerissen oder von anderen Personen ergänzt werden sein kann, – sowie Design und zeitgenössische Kunst, in Galerien konserviert und auf alle Ewigkeit in Ausstellungskatalogen, Museen und Privatbesitz fortdauernd, sind die Hauptthemen dieses Blogs. Ergänzt und teils auch vereint wird das Ganze durch Impressionen aus meiner geliebten Heimatstadt Berlin.
Damit ist der Startschuss gefallen, das Blog startet in eine – so gut ich es einrichten kann – erlebnisreiche und aufregende Zukunft!