Wo wir davon sprachen…

Ad-Busting im U-Bahnhof Kaiserdamm

Epoxy: Ad-Busting im U-Bahnhof Markgrafendamm© epoxy

Eben noch ging es um die Adapta­tion des Ad-Bustings durch einen Filz­stift­her­stel­ler, jetzt machen Fotos aus Ber­lin die Runde:
Die Ber­li­ner Street­Ar­tists Epoxy, Mr Talion und Baveux & Kone haben eine Wer­be­ta­fel in der U-Bahnstation Kai­ser­damm mit Fens­tern aus Pho­to­shop ver­ziert. Ich denke, die rest­li­chen neun Bil­der spre­chen für sich…

Ad-Busting oder neue Werbemasche?

StreetArt für Konventionsbewusste

Interaktives Sharpie Billboardvia the​coolh​un​ter​.co​.uk

In aus­ge­wähl­ten Groß­städ­ten rund um den Glo­bus kann seit kur­zem jeder­mann auf neu­ar­ti­gen, mit Touch­screens aus­ge­stat­te­ten Wer­be­flä­chen des Filz­stift– und Edding­her­stel­lers Shar­pie seine Zei­len hin­ter­las­sen: Ein­fach eine Farbe aus­wäh­len, drauf los schrei­ben und der Welt erzäh­len, was man schon immer auf dem Her­zen hatte. Mit die­ser neuen Wer­be­ma­sche setzt der Fir­men­riese nicht nur neue Akzente in Sachen Wer­be­de­sign, er adap­tiert damit auch einen in den USA weit ver­brei­te­ten und viel beach­te­ten StreetArt-Abkömmling, das sog. “Ad-Busting”.

Das Ad-Busting, bei den Fran­zo­sen schon län­ger als Anti-Pub bekannt, hat die Mani­pu­la­tion und Zweck­ent­frem­dung öffent­li­cher Wer­be­flä­chen, teil­wiese auch die Anpran­ge­rung und Kon­fron­ta­tion der wer­ben­den Firma zum Inhalt. Diese Art der Aus­ein­an­der­set­zung mit der Kon­sum­ge­sell­schaft und der öffent­li­chen “Spam­wer­bung” wird auch bei uns immer mehr zur Mode. Zwar fin­det man auf den übli­chen StreetArt-Seiten des Inter­nets ent­spre­chend ver­zierte Pla­kate fast aus­schließ­lich von der Insel oder aus den Staa­ten, doch mitt­ler­weile gehen auch Fotos aus Deutsch­land um den Glo­bus, so etwa auch die weit­hin bekannte HIV-Kampagne von xoooox.
Ad-Busting ist in aller Munde und das nicht zu unrecht, ver­leiht es doch einem der stärks­ten Trieb­fe­dern der StreetArt-Kultur, der Rück­ge­win­nung öffent­li­chen Rau­mes, Aus­druck. Kein Wun­der also, dass irgend­wann von Sei­ten der ange­fein­de­ten wer­ben­den Fir­men eine Ant­wort auf diese Mode gege­ben wird. Shar­pie hat mit sei­ner aktu­el­len Kam­pa­gne nicht nur der Ad-Busting-Kultur Paroli gege­ben, die neu­ar­tige Wer­bei­dee bezieht auch ihren Adres­sa­ten in den Pro­zess mit ein und bie­tet somit für alle Sei­ten neue Impulse. Man darf also gespannt sein, wie die StreetArt-Szene die neuen Wer­be­ta­feln auf­neh­men und wie sie dar­auf rea­gie­ren wird.

Blu: Gaza Strip

Aus aktuellem Anlass

Blu: Gaza Strip“Gaza Strip”, © Blu

Der Ber­li­ner Street­ar­tist Blu hat vor kur­zer Zeit wie­der neue Sieb­dru­cke ent­wor­fen und für den Ver­kauf in einer Auf­lage von hun­dert Stück ange­fer­tigt. Dar­un­ter auch ein Bild mit dem pas­sen­den Titel “Gaza Strip”. Ob in wei­ser Vor­raus­sicht oder mit­tels hell­se­he­ri­scher Fähig­kei­ten, die Arbeit kommt nicht zu spät. Wer dem ewig wäh­ren­den Kon­flikt auch in sei­nem Wohn­zim­mer ein Mahn­mal set­zen will, kann einen der weni­gen Dru­cke bei Pic­tures on the walls für £225,00 erstehen.

7 Fonts für die Verbannung

Ausgewählte typographische Alltagssünden

7 Fonts für die Verbannung

Ich habe es getan. Ich habe mehr als die Hälfte der auf mei­nem Com­pu­ter gespei­cher­ten Schrif­ten gelöscht. Das war auch bit­ter­nö­tig, denn mit der Zeit und mit Unwis­sen über die Vor­züge einer guten Schrift­art häuf­ten sich einige schau­rige, häss­li­che Fonts an, die ich einer­seits nie gebraucht habe und die ande­rer­seits nur der Über­sicht­lich­keit schadeten.

Diese radi­kale Auf­räum­ak­tion und meine in letz­ter Zeit gewach­sene Auf­merk­sam­keit für Typo­gra­phie haben mich dazu ver­an­lasst, ein­mal eine kleine, inof­fi­zi­elle und vor allen Din­gen sicher­lich auch unvoll­stän­dige Liste der­je­ni­gen Schrif­ten zu erstel­len, denen man im täg­li­chen Leben sicher­lich nicht hin­ter­her­trau­ern wird. Sie schauen gräss­lich aus oder wer­den miss­braucht, doch in jedem Falle wer­den sie mit einer unge­recht­fer­tig­ten Pene­tranz gebraucht. Viele Web­sei­ten, Flyer, Pro­spekte, und Spei­se­kar­ten könn­ten durch ein eman­zi­pier­tes Aus­sor­tie­ren von ihrer Häss­lich­keit und Unpro­fes­sio­na­li­tät befreit werden.

Den rest­li­chen Bei­trag lesen …

Man sleeping in boxes

Ein Motiv für Metropolis

Teun Hocks: Man sleeping in Boxes“Untit­led (Man sleeping in boxes)”, © Teun Hocks

Der nie­der­län­di­sche Künst­ler Teun Hocks stellt der­zeit in New York einige sei­ner hand­ko­lo­rier­ten Foto­gra­fien, sowie Zeich­nun­gen und Videos aus. Unter den zu sehen­den Wer­ken befin­det sich einige  sei­ner sur­rea­len Bil­der vom Schei­tern und Ver­sa­gen, so auch obige ein­drucks­volle Arbeit, die sicher­lich auch an den Häu­ser­wän­den Ber­lins einen guten Platz ein­neh­men könnte. Aber wer weiß, viel­leicht gibt’s ja bald im Woos­ter Collec­tive ein ent­spre­chen­des Foto von den Stra­ßen der Groß­städte die­ser Welt…

Zum Startschuss

Der erste Artikel

Jetzt ist es soweit: Nach lan­ger Zeit der Desi­gn­ent­wick­lung und der lang­wie­ri­gen Suche nach geeig­ne­tem Webs­pace kann ich mein bis­her drit­tes Blog eröff­nen. Ich will auch gar nicht viele Worte ver­lie­ren, daher zitiere ich am bes­ten die Unter­seite Cas­tor & Pol­lux:

In die­sem Blog dreht sich alles um zeit­ge­nös­si­sche Kunst und Urban­Art. Urban­Art, die ver­gäng­li­che Kunst der Straße, die mit dem Anbrin­gen an die Häu­ser­wand Wind und Wet­ter aus­ge­setzt ist und schon mor­gen über­klebt, abge­ris­sen oder von ande­ren Per­so­nen ergänzt wer­den sein kann, – sowie Design und zeit­ge­nös­si­sche Kunst, in Gale­rien kon­ser­viert und auf alle Ewig­keit in Aus­stel­lungs­ka­ta­lo­gen, Museen und Pri­vat­be­sitz fort­dau­ernd, sind die Haupt­the­men die­ses Blogs. Ergänzt und teils auch ver­eint wird das Ganze durch Impres­sio­nen aus mei­ner gelieb­ten Heimatstadt Berlin.

Damit ist der Start­schuss gefal­len, das Blog star­tet in eine – so gut ich es ein­rich­ten kann – erleb­nis­rei­che und auf­re­gende Zukunft!