28. Januar 2009
In eine fremde Haut schlüpfen
Ohne Titel, aus der Reihe „Life cast art“, © Shu Konishi
Dass Japaner ein wenig… eigen sind, ist ja schon länger bekannt. Schließlich liest man hin und wieder in den einschlägigen Tageszeitungen von den neusten Absurditäten aus Nippon. Das fängt dann bei der kommerziellen Vermarktung bereits getragener Unterwäsche an und hört spätestens bei Frischluft-Automaten auf. Aber auch so manche Frucht japanischer Denkweisen verlässt die ostasiatische Inselwelt und vermag eine Bereicherung für den Rest der Welt darzustellen. Prominentestes Beispiel stellt sicherlich die Urmutter aller Ulk-Gameshows, Takeshi’s Castle dar (Hey, es hat meine Kindheit nachhaltig beeinflusst…)
Ohne Titel, aus der Reihe „Life cast art“, © Shu Konishi
Aber auch in Sachen Kunst haben die Japaner einiges zu bieten. Als Paradebeispiele dürfen wohl die Skulpturen von Shu Knonishi gelten: Konishi wählt bevorzugt weibliche Torsos und Hinterteile für seine realistisch wirkenden Kunstwerke aus Polyesterharz, die er dann wahlweise mit viel bunter Farbe in ein anderes Licht rückt oder sie gleich zu Blumentöpfen oder Alter-Ego-Anzügen umfunktioniert. Was rauskommt, ist ein ganz eigener Stil, der ein breites Interpretationspektrum irgendwo zwischen körperlicher Ausbeutung und Liebeserklärungen an die Schönheit der Natur eröffnet. In jedem Fall aber ist diese Kunst eigen. Sehr eigen.
Kommentare
Die Skulpturen haben wirklich was interessantes an sich, auch wenn ich das nicht ganz in Worte fassen kann. Aber es inspiriert mich gerade
Wie wäre es, wenn du die Inspiration nutzt und mit deiner Kreativität ein neues Kunstwerk erschaffst? Und dann ein Foto davon in deinem Blog zeigst?
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